Fördermöglichkeiten für Ihre Berufliche Bildung

Beim Bildungsurlaub gilt: die Lohnfortzahlung übernimmt der Arbeitgeber, die Kursgebühren übernimmt die / der Arbeitnehmer*in. Doch es gibt Fördermöglichkeiten, mit denen Arbeitnehmer*innen u. U. ihre Kursgebühren reduzieren können. Hier ein Überblick:

Die hier beschriebenen Fördertöpfe wenden sich an verschiedene Zielgruppen und fördern Seminare mit unterschiedlicher Ausrichtung. Sie finden hier grundlegende Informationen, die Ihnen die weitere Recherche erleichtern sollen. Beachten Sie bitte die spezifischen Förderbedingungen auf den Webseiten der Fördergeber.

Wichtig: Auch wenn Sie glauben, schon den perfekten Kurs gefunden zu haben - für alle Förderprogramme gilt: Erst beraten lassen – dann anmelden. Für bereits gebuchte Seminare gibt es keine Förderung. Ein Tipp: Viele Bildungseinrichtungen reservieren Ihnen aber vorab unverbindlich einen Platz, damit Sie sicher sein können, am Wunschseminar teilnehmen zu können.

Deutschlandweite Fördertöpfe

Bildungsprämie des Bundes

Mit der Bildungsprämie fördert der Bund individuelle berufsbezogene Weiterbildung - gut geeignet also für einen Bildungsurlaub. Nutzbar einmal pro Jahr.

  • Für Berufstätige mit mindestens 15 Stunden pro Woche oder Menschen in Eltern- oder Pflegezeit
  • Zielgruppe: Arbeitnehmer*innen mit geringem Einkommen bis 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro)
  • Kostenerstattung: 50% bis max. 500 €

Wenn diese Rahmenbedingungen auf Sie zutreffen, vereinbaren Sie einen Termin bei einer Beratungsstelle:

https://www.bildungspraemie.info/de/beratungsstelle-suchen-25.php

Webseite des Trägers: www.bildungspraemie.info

Bildungsgutschein

Der Bildungsgutschein ist eine Förderungsmaßnahem der Agentur für Arbeit.

  • In erster Linie gedacht für Arbeitslose, aber auch für von Arbeitslosigkeit Bedrohte oder zum Nachzuholen eines fehlenden Berufsabschlusses.
  • Gefördert werden grundsätzlich nur von der Agentur zugelassene Maßnahmen. Entsprechende Hinweise finden Sie auf www.bildungsurlaub.de jeweils bei der Kursbeschreibung. Andere Veranstaltungen sind auf diesem Weg nicht förderfähig.
  • Die Seminarkosten können ganz oder teilweise übernommen werden.

Einen Bildungsgutschein erhalten Sie nur nach vorheriger Beratung durch die Agentur für Arbeit oder das örtliche Jobcenter.

Webseite des Trägers: https://www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/foerderung-berufliche-weiterbildung

Fördermöglichkeiten für Berufstätige mit Wohnsitz in bestimmten Bundesländern

Nordrhein-Westfalen

Bildungsscheck

  • Für Berufstätige mit Wohnsitz in NRW
  • Der Bildungsscheck NRW richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Betriebe, Beschäftigte, Berufsrückkehrende und Selbständige. Damit ist er grundsätzlich für Teilnehmer/innen eines Bildungsurlaubs gut geeignet. Unterstützt wird die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung.
  • Der Bildungsscheck finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) Weiterbildungskosten zu 50% bis zur Höhe von max. 500 €.
  • Einkommen: mindestens 20.000 bis maximal 40.000 € (mind. 40.000 bis max. 80.000 € bei gemeinsamer Veranlagung)
  • Berufstätige mit niedrigerem Einkommen können statt dessen evtl. die Bildungsprämie des Bundes in Anspruch nehmen (siehe oben).

Den Bildungsscheck gibt es nach einer Beratung in einer Bildungsscheckberatungsstelle.

Die finden Sie hier: https://www.weiterbildungsberatung.nrw/beratungsstellensuche

Webseite des Trägers: www.mags.nrw/bildungsscheck

Hessen

Qualifizierungsscheck

  • Für Berufstätige in Hessen
  • Mit dem Qualifizierungsscheck Hessen  werden speziell Weiterbildungen gefördert, die zu einem Berufsabschluss hinführen. Das beschränkt seine Einsetzbarkeit im Zusammenhang mit Bildungsurlaub, weil die meisten Bildungsurlaube nicht auf einen Berufsabschluss hin qualifizieren.
  • Dafür beträgt die maximale Kostenerstattung max. 4000 € - 50% der Kursgebühr.

Beratungsstellen für den Qualifizierungsabschluss finden Sie hier:

https://www.proabschluss.de/beratungsangebot/

Webseite des Trägers: https://www.proabschluss.de

Rheinland-Pfalz

QualiScheck

  • Für Berufstätige mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz
  • Mit dem QualiScheck fördert Rheinland-Pfalz die Teilnahme von Beschäftigten an beruflicher Weiterbildung.
  • Die Kostenerstattung ist je nach Einkommen unterschiedlich:
    Falls die Kosten unter 1.000 Euro betragen, dann ist eine Förderung durch den QualiScheck nur möglich bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von mehr als 20.000 Euro bzw. 40.000 € bei gemeinsam Veranlagten.
    Für Berufstätige mit niedrigerem Einkommen kommt statt dessen die Bildungsprämie des Bundes in Frage (siehe oben).
    Bei Kosten über 1000 € gibt es keine Einkommensgrenzen. Grundsätzlich ist der QualiScheck für Bildungsurlaube gut geeignet.
    Erstattet werden 60 Prozent, maximal 600 €. Die Förderung kann einmal jährlich beantragt werden.

Webseite des Trägers: www.esf.rlp.de/qualischeck/ 

Schleswig-Holstein

Weiterbildungsbonus

  • Für Beschäftigte, Auszubildende, Inhaber von Kleinstbetrieben und Freiberufler mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein
  • Mit dem Weiterbildungsbonus werden Seminarkosten der beruflichen Bildung gefördert.
  • Die Kostenerstattung beträgt 50 % der Seminarkosten, max. 1.500 €.

Das Programm setzt auf eine Kooperation zwischen Arbeitnehmer/in und dem Betrieb: es funktioniert nur, wenn der Betrieb die andere Hälfte der Kosten übernimmt. Vorteil für Arbeitnehmer/innen ist, dass ihnen so gar keine Kosten entstehen, denn die 50% Förderung decken den Eigenanteil. Betriebe werden aber eine Kostenübernahme von der Themenwahl abhängig machen. Damit wird die Auswahl des Seminars deutlich eingeschränkt. Bildungsurlaubsinteressent*innen werden also abwägen müssen, was ihnen wichtiger ist: ein möglicherweise vom konkreten Betriebsnutzen entferntes, aber interessantes Thema oder die Kostenerstattung durch den Weiterbildungsbonus.

www.ib-sh.de/produkt/landesprogramm-arbeit-aktion-c4-weiterbildungsbonus/


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