"Bildungsurlaub in NRW" 2011

Fachtagung im vhs-Forum Köln am 22.6.2011

130 Fachbesucher/innen aus Bildungseinrichtungen NRWs, Vertreterinnen und Vertreter der Dachverbände, Landesorganisationen der Weiterbildung sowie der Bezirksregierungen waren der Einladung des Arbeitskreises Bildungsurlaub NRW ins neue Forum der VHS Köln im Rautenstrauch-Joest-Museum gefolgt.

Der Arbeitskreis Bildungsurlaub hatte die Fachtagung unter das Motto „Der Stand der Dinge“ gestellt und als Bestandsaufnahme, als Rück- und Ausblick, aber auch als Einstiegshilfe für interessierte Planerinnen und Planer angelegt.

Einstieg: Blick auf den Bildungsurlaub

Eine kurze Einführung ins Thema gab Dr. Klaus Brülls vom DGB-Bildungswerk NRW, dem größten Anbieter politischer Bildungsurlaube in NRW.

Das novellierte Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW und seine Chancen

Heike Maschner vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW eröffnete die Veranstaltung mit einer Erläuterung des novellierten Arbeitnehmerweiterbildungs-Gesetzes und strich das einhellige Bekenntnis der Parteien im NRW-Landtag zum Bildungsurlaub heraus: die Novellierung, die nun auch nicht nach dem NRW-Weiterbildungsgesetz anerkannten Einrichtungen eine Anerkennung im Rahmen des AWbG ermöglicht, sei einstimmig im Landtag beschlossen worden – eine Besonderheit deutschlandweit.

Das ABC der Planung und Durchführung von Seminaren nach dem AWbG NRW

Dr. Norbert Reichling vom Bildungswerk der Humanistischen Union verdeutlichte Neueinsteigern wie auch erfahrenen Planern mit seiner Präsentation „Das ABC des Bildungsurlaubs“ die Rahmenbedingungen für die korrekte Planung, die Dos und Don’ts in Seminarausschreibung und Kundenbetreuung. Besonders praktisch: die Planungs-Checkliste.

Neue Chancen und Strategien im Bildungsurlaubs-Markt – ein Blick auf Entwicklungen der letzten Jahre

Der Herausgeber der Broschüre „Bildungsurlaub in NRW“, Bernhard Eul-Gombert, präsentierte die Ergebnisse seiner Trendanalyse „10 Jahre Bildungsurlaub“. Die Kernaussagen: die Teilnehmenden in NRW können sich über ein stabil bleibendes Angebot von ca. 3500 Seminaren freuen – gewandelt haben sich die Inhalte: sie sind inzwischen häufig berufsnäher, praxisorientierter und stärker nach Zielgruppen aufgefächert. Er empfahl Bildungseinrichtungen darum, ihr Marketing zu intensivieren: das Internet erhöhe die Reichweite, das Publikum sei reisewilliger, die Anerkennung eines Bildungsurlaubs in anderen Bundesländern erleichtere den bundesweiten Zugang. Gerade das stark wachsende Segment der Fortbildungen könne davon profitieren.

Was wissen wir über unsere BU-Kundschaft? - Teilnehmer/innen-Befragung in der VHS Dortmund von 1996 bis 2010

Die VHS Dortmund führt seit 1996 Teilnehmendenbefragungen durch, der stv. Leiter Wilfried Mühlhaus konnte in seinem Vortrag einen massiven Wandel in der Teilnehmergewinnung und den Teilnehmerinteressen belegen: er bestätigte die Themenverschiebung weg von der EDV, die traditionelle Stärke der Volkshochschulen bei den Fremdsprachen und zeigte auch den veränderten Zugang der Teilnehmenden bei der Seminarsuche auf: das Internet mit der VHS-Webseite und der www.Bildungsurlaub.de allein gewinnen heute mehr als die Hälfte der Teilnehmenden.

Arbeitsgruppen

Bildungsurlaubsgesetze anderer Bundesländer mit Petra Tenbrink und Heinz Hüser

Petra Tenbrink von der gastgebenden VHS Köln stellte eine von Katrin Lennartz entwickelte Synopse vor, die Anforderungen und Unterschiede der verschiedenen Bildungsurlaubsgesetze zusammenfasst und so die Anerkennung in anderen Ländern erheblich erleichtern kann. Über den tatsächlichen Aufwand und den Nutzen der Anerkennung entspann sich in der Arbeitsgruppe eine lebhafte Diskussion. Gerade Themenspezialisten und überregional agierende Bildungseinrichtungen fanden für die vorgelegte Synopse lobende Worte.

Planungsstrategien und neue Märkte mit Wilfriede Mühlhaus und Bernhard Eul-Gombert

Die Arbeitsgruppe nutzten viele Tagungsbesucher zu einer abschließenden Reflexion und Fragen zur Optimierung des eigenen Marketings. Im Fokus: Print vs. Internet - welche Bedeutung kommt den Medien zu.

Die „basics“ und ihre Bedeutung mit Dr. Norbert Reichling und Dr. Klaus Brülls

Dr. Norbert Reichling und Dr. Klaus Brülls vom DGB-Bildungswerk NRW beantworteten Fragen zur AwbG-konformen Planung und gaben Hinweise aus ihrer langjährigen Planungspraxis.

Fazit

Der abschließende Mittagsimbiss bot Gelegenheit, offene Fragen, Erfahrungen und Ideen untereinander und mit den Referenten auszutauschen. Die Tagung klang mit einer Führung durch das neu eröffnete Rautenstrauch-Joest-Museum, in dem das VHS-Forum integriert ist.

Mehr als zufrieden mit den positiven Teilnehmer-Rückmeldungen zeigten sich zum Abschluss auch die Mitglieder des veranstaltenden Arbeitskreis Bildungsurlaub Petra Tenbrink (VHS Köln), Dr. Norbert Reichling (Bildungswerk der Humanistischen Union, Wilfried Mühlhaus (VHS Dortmund) und Bernhard Eul-Gombert (www.Bildungsurlaub.de und Bildungsurlaubsbroschüre) und Dr. Klaus Brülls (DGB-Bildungswerk NRW) sowie Heinz Hüser (früher Ministerium für Schule und Weiterbildung).

Materialien

Das ABC des Bildungsurlaubs (pdf) von Dr. Norbert Reichling

Planungs-Checkliste (pdf) von Dr. Norbert Reichling

Synopse (pdf) von Katrin Lennartz

Bildungsurlaub 2001 bis 2011 - Trends und Marketingstrategien (Powerpoint) oder (pdf) von Bernhard Eul-Gombert

Was wissen wir über unsere BU-Kundschaft? - Teilnehmer/innen-Befragung in der VHS Dortmund (Powerpoint) oder (pdf) von Wilfried Mühlhaus

Übersicht über die Anerkennungs-Regelungen in den einzelnen Bundesländern (pdf) externer Link zur saarland.de


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