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Politische Radreisen betritt mit dieser Reise Neuland: Wir radeln von der polnischen über eine Schengen-Außengrenze auf die belarussische Seite des Bialowieza-Urwaldes. Mit uns reisen sieben belarussische Umweltaktivist*innen und kritische Historiker*innen. Sie erklären uns nicht nur die Umweltsituation in ihrem Land, sondern geben uns Einblicke aus erster Hand in ein uns Deutschen unbekanntes Land. Aber zunächst machen wir Station auf der polnischen Seite. Hier stoppte der Europäische Gerichtshof eine großräumige Abholzaktion des Urwaldes. Wir treffen uns u.a. mit Umweltaktivist*innen, die auch im Juni 2019 zum Schutz der Biotope vor Ort sind. Eine Reise nach Belarus erscheint auf den ersten Blick wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. In Gesprächen mit den Dorfbewohner*innen zeigt sich jedoch, dass mit lokaler Produktion, sanftem Tourismus und der Brauchtum-pflege enkeltaugliches geschaffen wird.
Organisatorische Hinweise: Englischkenntnisse sind notwendig, an 2 Tagen radeln wir ca 75 km, Zeckenimpfung (FSNE) wird empfohlen, da Zeckengebiet.
Besondere Leistungen: 7 ÜN inkl. Vollpension, Organisation und Kostenübernahme der Visumbeschaffung, Organisation der gemeinsamen Anreise ab Berlin durch Polen, Organisation Radausleihe, Ausflug nach Brest (Bus).
Motivation & Methodik
Seit knapp 30 Jahren ist die Politische Bildung mein Arbeitsschwerpunkt. Bildung ist für mich der Schlüssel zur Verwirklichung individueller Lebensziele und zur Mitbestimmung in der Gesellschaft. Demokratie bleibt hohl, elitär und entwickelt sich zurück, wenn der Anspruch auf die Herausbildung einer eigenständigen Urteilskraft für Alle aufgegeben wird. Ich will die Menschen, die ich erreiche, dabei unterstützen, sich ein eigenes Urteil in den Seminarthemen zu bilden.
Ich mag es gerne „bunt“ bei meinen Seminaren, Fortbildungen oder Politischen Radtouren. Das bedeutet:
Bei Wochenseminaren/Reisen ist es mir ein besonderes Anliegen, die Gruppe auch als soziale Gemeinschaft reifen zu lassen. Die Erfahrung von gelebter Gemeinschaft, die in der Lage ist, auch Konflikte zu lösen, ist für mich – in einer sich mehr und mehr verkapselnden Gesellschaft – ein wichtiges Bildungsziel.
Ein Stück Solidarität sind auch die gestaffelten TeilnehmerInnenbeiträge. Geldknappheit soll kein Ausschlusskriterium sein.
Über den Leiter Thomas Handrich
In den neunziger Jahren Referent für deutsch-polnischen Austausch in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Jagdschloss Glienicke, als Initiator der ersten Multiplikatorentreffen des neu entstandenen Deutsch-Polnischen-Jugendwerkes und dann, für 11 Jahre, als Referent für Mittel-, Ost- und Südosteuropa in der Heinrich Böll Stiftung.
Ende des Jahres 2005 Wechsel in die Selbstständigkeit. Sommerschulen für Young Leaders aus dem NGO-Bereich in Belarus (in 2012 auch für Young Leaders aus Russland).
Ich berate die Böll-Stiftung und andere Träger bei der Entwicklung von neuen Programmen u.a. in Polen, Belarus und im Südlichem Kaukasus.
Presse
Auf den Spuren der Demokratie, mdmagazin 3/12 (Mitgliedermagazin Mehr Demokratie e.V.)
Homeland of German democracy
Polithistorische Radtour: Freiheitstrunken bei gutem Wein