"Betrachte ich die Bilder von Kindern, erfasst mich Staunen, doch es überkommt mich auch Trauer. Staunen darüber, welche ungeheure Kraft des Ausdrucks in uns schlummert. Trauer darüber, dass diese Kraft wieder verschüttet wird." - E. Pöppel
Was Sie tun können, um diese „ungeheure Kraft des Ausdrucks“ bei Kindern zu fördern und zu verstehen, damit befasst sich diese Weiterbildung. Denn Malen bedeutet für Kinder weit mehr als das Hervorbringen „schöner Bilder“. Es kann für sie eine tiefgreifende Hilfe in ihrer Entwicklung sein und ermöglicht ihnen, von ihren Gefühlen, Erfahrungen, Konflikten und Bedürfnissen im Bild zu erzählen und so mehr und mehr zu sich selbst zu finden. Das Ausdrucksmalen bietet dafür einen guten Rahmen und hat mittlerweile immer häufiger einen festen Platz in Kindergärten, Schulen und sozialen oder therapeutischen Einrichtungen. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes und die Notwendigkeit, Kindern solche besonderen Räume zu eröffnen, wird auch von der modernen Hirnforschung bestätigt. Beim Ausdrucksmalen gibt es weder Themen noch Zielsetzungen, es geht nicht um das Erlernen von Maltechniken, es gibt kein Richtig und kein Falsch. Die Kinder können so, ohne Druck und Wertung, zu ihren eigenen Ausdrucksmöglichkeiten finden und ihre Möglichkeiten und Grenzen spüren.
Kursinhalte
Einführung
Dieses Modul findet mehrmals im Jahr als Tageskurs im Atelier J. Ittel in Mannheim statt.Termine, Infos und Anmeldung: [email protected]Vertiefung
Modul 1: Malbegleitung
Modul 2: Die Malsprache der Kinder
Modul 3: Fingermalen, Kleisterspuren und die Basissinne
Um ein ganzheitliches Lernen und Verstehen zu ermöglichen, wechseln sich theoretische Anteile mit Selbsterfahrungselementen wie Malen, Bewegung und Entspannungsübungen ab.
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Menschen aus pädagogischen, therapeutischen, sozialen und künstlerischen Arbeitsfeldern. Erforderlich sind in jedem Fall eigene Erfahrungen im Ausdrucksmalen oder verwandten Methoden prozessorientierten Malens. Ausnahmen sind nur nach Absprache mit der Seminarleiterin möglich.
Hinweis
Über uns
Das Odenwald-Institut (OI) wurde 1978 von Mary Anne und Karl Kübel als Bildungsinstitut am Rande der Metropolregion Rhein-Neckar gegründet. Eine Autostunde von Heidelberg, Mannheim und Darmstadt laden fünf Tagungshäuser mit eigener Buchhandlung zu Begegnung und Reflexion auf der 577 Meter hohen Tromm. Abstand vom Alltag und Blick in den Odenwald und die Pfalz bieten eine hervorragende Voraussetzung, um miteinander und voneinander zu lernen.
Jährlich bieten wir rund 400 Angebote: Einzelseminare, Methoden-Module, Weiterbildungen in Grund-und Aufbaustufen, Supervisionen, ALUMNI-Veranstaltungen, Informationsveranstaltungen, Fachtagungen…
Die Konzepte sind fundiert und basieren auf einer Vielzahl von anerkannten Methoden: u.a. Systemische Therapie und Coaching, Mediation, Transaktionsanalyse (TA), Neuro-Linguistisches-Programmieren (NLP), Themenzentrierte Interaktion (TZI), Paarsynthese, Ausdrucksmalen, Gestalttherapie, Jeux Dramatiques, Ki-, Körper und Gestaltarbeit (KiKG), MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction), Feldenkrais, Progressive Muskelentspannung, Atem- und Stimmarbeit …
Das Odenwald-Institut ist gemeinnützig, zertifiziert von Weiterbildung Hessen und Kooperationspartner des Landes Hessen beim Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) sowie in der Jugendbildung des Kreises Bergstraße.