Bildungsreise nach Krakau und Lublin: das polnische Judentum von der Renaissance bis heute

Mit Übernachtung
So. 04.10. – Sa. 10.10.2026
Müncheberg
Max. 20 Gruppengröße
Ab 589 € Gebühr
Veranstalter: Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.
169 Bildungsurlaube insgesamt26 aktuelle Starttermine
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Beschreibung

Diese Bildungsreise führt in die alte Königsstadt Krakau und drei Renaissancestädte in der ostpolnischen Wojewodschaft Lublin: das gleichnamige Lublin, Zamość und Kazimierz Dolny.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des osteuropäischen Judentums seit der polnischen Renaissance. Mit ihr begann in Polen-Litauen eine beispiellose Epoche der religiösen Toleranz: Während im Westen Europas Juden immer mehr verfolgt und vertrieben wurden und die blutigen Religionskriege der Reformation tobten, entwickelte sich Polen zu einem „Paradies der Ketzer“. So entstand eine Situation, in der sich das Judentum besonders fruchtbar entwickeln konnte.

Die Herausbildung seiner Gelehrsamkeit und Kultur auf der einen Seite, aber auch die grausame Vernichtung der polnischen Juden im Zuge von Nationalsozialismus und Shoah werden im Rahmen der Bildungsreise eingehend beleuchtet und auch anhand historischer Bauten, Stätten und Kulturdenkmäler veranschaulicht. Darüber hinaus ermöglicht sie Begegnungen mit Menschen, die eine wachsende Lebendigkeit jüdischen Lebens in der polnischen Gegenwart zeigen.

Zum detaillierten Programm >>

Leitungsteam
Agnieszka Rochon, Germanistin, langjährige Leiterin des Warschauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, lebt nach langjährigen Aufenthalten in Berlin und Warschau seit über 10 Jahren wieder in ihrer Heimatstadt Krakau.
Sebastian Rochon, freiberuflicher Grafiker und Webdesigner, bereiste Krakau regelmäßig seit den 80er Jahren und lebt dort seit 20 Jahren.
Beide sind intime Kenner der Krakauer Geschichte sowie der politischen und kulturellen Szene. Beide sprechen fließend deutsch und polnisch.

Leistungen
6 Übernachtungen mit Frühstück und einer weiteren warmen Mahlzeit täglich, zwei Reiseleiter*innen, Sprachmittlung, Fachführungen, Treffen mit mehreren Referent*innen, Bustransfer während der Reise, Fahrtkosten und Eintritte laut Programm, Tipps für weitere Erkundungen auf eigene Faust. Besondere Ernährungswünsche (vegetarisch, vegan, glutenfrei) können berücksichtigt werden.

Vorkenntnissse

keine

Hinweis zum Preis

689,- € mit Übernachtung im Einzelzimmer 589,- € mit Übernachtung im Doppelzimmer

Anerkennung als Bildungsurlaub

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Wird auf Wunsch beantragt für
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Kursort

Der Bildungsurlaub findet statt in Müncheberg, OT Trebnitz

Veranstalter

logo Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.

Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.

169 Bildungsurlaube insgesamt26 aktuelle Starttermine

Schloss Trebnitz ist seit 2014 als Einrichtung der Weiterbildung für Erwachsene anerkannt, seit 2018 eine von vier Brandenburger Heimbildungstätten. Die Angebote finden auf der historischen Gutsanlage Schloss Trebnitz statt und haben mittlerweile einen festen Platz in der deutsch-polnischen Region eingenommen. Sie bieten ein breites Spektrum: Ob polnische Sprach- und Landeskunde mit Exkursion, die Trebnitzer Schloss-Gespräche, Fachveranstaltungen, Fortbildungen sowie Upcycling-, Zeichen- und Nähkurse - die Auswahl ist groß und findet zunehmend begeisterte Teilnehmer*innen.

 

Die Gutsanlage Schloss Trebnitz

Nach dem Krieg als Lazarett, Schule und Ferienlager genutzt, wurde das prachtvolle Herrenhaus nach 1992 von dem Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. umfassend saniert und zur internationalen Begegnungsstätte ausgebaut. Hier treffen sich jährlich tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus vielen Ländern Europas im Rahmen von Schulungs- und Bildungsangeboten. Das Haus kann besichtigt werden.

Die Alte Schmiede wurde 2013 neu saniert und mit barrierefreien Unterkünften im gehobenen Standard ausgestattet.

In der Remise, am Eingang zur Gutsanlage, befinden sich ein Dorfladen und ein Café. Hier werden regionale Produkte aus Märkisch-Oderland, wochentags Kaffee und Kuchen sowie ein Mittagsimbiss angeboten. An den Wochenenden zwischen März und Oktober bietet das internationale inklusive Juniorcafé “Kaffee zum Glück / Kawa na szczescie” selbst gemachten Kuchen, Torten sowie köstlichen Kaffee. In den Wintermonaten wird das Café sonntags von Ehrenamtlichen betrieben.

Im ehemaligen Waschhaus ist 2017 das Gustav Seitz Museum eingezogen. In der öffentlichen Dauerausstellung wird hier eine repräsentative Auswahl des bildhauerischen Schaffens des bekannten Bildhauers (z.B. Käthe-Kollwitz-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz in Berlin-Prenzlauer Berg) und Zeichners gezeigt.

Die alte Feldsteinscheune wurde bis 1945 als Pferdestall und Getreidespeicher genutzt. Nach denkmalgerechter Sanierung befindet sich hier seit 2020 ein multifunktionaler Veranstaltungssaal, in dem Konzerte, Tagungen, Ausstellungen, Messen und Seminare bildender Kunst stattfinden.

Der Museumsgarten mit Bronzeskulpturen bietet mit Blick auf eine Streuobstwiese Ruhepausen, der “Grüne Seminarraum” Möglichkeiten des Lernens an der frischen Luft. Ein Besuch des Trebnitzer Schlossparks lohnt zu jeder Jahreszeit. Man kann um den Teich herumspazieren oder zum Ehrenhain (eine Gedenkstätte für Gefallene des Ersten Weltkriegs), der sich am Ende des Parks befindet. Ein Leitfaden in Form einer Mitmachgeschichte lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, Gewässer und Böden, Biotope und auf die gestalterischen Besonderheiten. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Der Park ist frei zugänglich.

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Info-Tel. zum Kurs.: 033477-51918
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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte drirekt über die Kontaktfunktion oder telefonisch.
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