Bildungsreise Schlesien – deutsch-polnische Geschichte

Mit Übernachtung
So. 24.05. – Fr. 29.05.2026
Lubiechowa, Polen
Max. 20 Gruppengröße
965 € Gebühr
Veranstalter: Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige
5 Bildungsurlaube insgesamt2 aktuelle Starttermine
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Beschreibung

Tauchen Sie weitgehend Hörbarriere-frei ein in die deutsch-polnische Geschichte

Zum besseren Verständnis der (Laut-)Sprache werden während der Reise eine Phonak Induktionsnanlage sowie Induktionsschleifen zur Verfügung stehen. Bitte geben Sie uns Ihren Bedarf im Vorfeld an. Das Reiseleitungsteam wird gerne versuchen auf die Bedürfnisse zur möglichst Hör-barrierefreien Kommunikation einzugehen.

Inhalt des Kurses

Der Bildungsurlaub in Polen bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft Schlesiens, insbesondere der Woiwodschaft Niederschlesien und der multikulturellen Hauptstadt Wrocław. Wir lernen die historische Entwicklung und die Nachkriegsgeschichte der Region kennen und beschäftigen uns mit aktuellen sozialen Herausforderungen.
Ein zentrales Ziel ist die Untersuchung der Vielfalt von Religion und Kultur sowie deren Einfluss auf die Gesellschaft und Politik. Zudem wird der Umgang mit Menschen mit Hörbehinderungen thematisiert, einschließlich eines Treffens mit der Stiftung FONIS in Breslau, um Maßnahmen zur Chancengleichheit zu erkunden. Durch historische Stadtführungen im Hirschberger Tal und anderen Orten wird ein breites Spektrum an Einblicken in die deutsch-polnische Geschichte vermittelt. Der Kerngedanke ist die Förderung des europäischen Gemeinschaftsgefühls und der Abbau von Vorurteilen gegenüber Polen und sozial benachteiligten Gruppen. Ziel ist es, Verständnis und Akzeptanz zu fördern sowie Lösungsansätze für soziale Herausforderungen zu entwickeln.

Der Kurs findet ab einer Teilnehmendenzahl von 15 Personen statt.

Zielgruppe

Schwerhörige, Menschen mit Hörbehinderung, Hörverlust und Interessierte

Hinweis zum Preis

im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 152,00 €

Anerkennung als Bildungsurlaub

Liegt vor für
Baden-Württemberg*
Berlin
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen*
Sachsen-Anhalt
Wird auf Wunsch beantragt für
info icon
Brandenburg
Bremen
Mecklenburg-Vorpommern
Rheinland-Pfalz
Saarland
Schleswig-Holstein
Thüringen

* Trägeranerkennung: Die inhaltliche Prüfung erfolgt durch den Arbeitgeber.

Kursort

Der Bildungsurlaub findet statt in Lubiechowa, Polen
Lubiechowa, Polen
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Veranstalter

logo Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige

Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige

5 Bildungsurlaube insgesamt2 aktuelle Starttermine

Aktive Teilhabe stärken und Gesellschaft sensibilisieren

Als Zentrum für Bildung und Kultur ist die Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige aktiv, um einerseits Menschen mit Hörbehinderung oder Taubheit für die aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu stärken und andererseits die Gesellschaft über die Probleme von Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit und Ertaubung zu sensibilisieren.

Bildung

In Bildungsurlauben, Workshops, Fortbildungen und in der Ausstellung „Hallo Freiheit! Zusammen über Barrieren“ werden Menschen in sozialen, pädagogischen, pflegerischen und erzieherischen Berufen und Interessierte für die Auswirkungen unterschiedlicher Ausprägungen von Hörbehinderungen sensibilisiert.
Gehörlose Dozentinnen vermitteln in Sprachkursen die Deutsche Gebärdensprache (DGS), die seit dem 1. Mai 2002 als eigenständige Sprache anerkannt ist.
 

Beratung und Empowerment

In der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB®) beraten wir Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und Interessierte zu ganz individuellen Fragen zur gleichberechtigten Teilhabe in Bereichen wie Schule, Bildung, Arbeit oder Freizeit.
In Wochenkursen und Seminaren vermitteln wir Betroffenen unter dem Leitziel der Hilfe zur Selbsthilfe Werkzeuge im Umgang mit der Hörbehinderung. Empowerment und Resilienz sind wichtig für ein selbstbestimmtes Leben mit einer Behinderung und tragende Säulen unserer Konzepte.

Begleitung und Vernetzung

In Integrationskursen begleiten wir taube, als auch schwerhörige Flüchtlinge und Migranten auf dem Weg in die deutsche Schriftsprache, die Deutsche Gebärdensprache und die Kultur der tauben Menschen in Deutschland.
Wir ermöglichen durch unsere Gebärdensprachdolmetscher:innen eine barrierefreie Kommunikation in Gebärdensprache für taube Menschen in Schule, Beruf und Alltag. Wir bauen kommunikative und kulturelle Brücken zwischen tauben und hörenden Gesprächsteilnehmer:innen. Mit unseren Netzwerkpartnern arbeiten wir an gemeinsamen Zielen und pflegen einen regen Austausch zum Wohle der Menschen mit Hörbehinderung oder Taubheit. Wir fördern die Vernetzung der Betroffenen untereinander und unterstützen die Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Hörbehinderung oder Taubheit, die in unserem Zentrum ihren Sitz haben.

Bewahrung von Kultur

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist als immaterielles Kulturerbe in Deutschland 2021 in das bundesweite Verzeichnis der UNESCO aufgenommen worden. Sie bildet das soziale und kulturelle Fundament der deutschen Gehörlosengemeinschaft. Der Anerkennung der DGS geht ein langer Weg seit dem 18. Jahrhundert voraus.
In der Ausstellung „Hallo Freiheit! Zusammen über Barrieren“ bewahren wir Geschichte und Kultur von gehörlosen, schwerhörigen und ertaubten Menschen und ihren Kampf und ihr Engagement um gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe.
Wir gewähren Einblicke in das Leben mit Hör- und Verstehbarrieren früher und heute und die Entwicklung von technischen Hilfen. Mit der Ausstellung tragen wir zum inklusiven Miteinander in der Gesellschaft bei.

Unabhängigkeit

Als eine unabhängige, öffentlich-rechtliche Einrichtung vertreten wir eine Haltung, die sich an den Menschenrechten, demokratischen Werten und solidarischen Handeln orientiert. Unsere Angebote können von allen Menschen wahrgenommen werden, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrer Religionszugehörigkeit und ihrem Geschlecht. Kostenträgern von Maßnahmen, Spendern und Personen oder Institutionen, die der Stiftung Mittel zuwenden, garantieren wir den sorgfältigen und wirtschaftlichen Umgang mit den Stiftungsmitteln sowie die Beachtung der jeweils zutreffenden Bestimmungen und Gesetze.

Vielseitige Kompetenz!

Unser Team setzt sich überwiegend aus betroffenen Menschen mit Hörbehinderung oder deren Angehörigen zusammen. Es ist mehrsprachig (laut- und gebärdensprachlich) orientiert und verbindet unterschiedliche Kompetenzen und biographische Hintergründe.

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