Der Kurs richtet sich an alle, bei denen das Thema “Trauer” in irgendeiner Weise gerade präsent ist.
Inhalt des Bildungsurlaubs
Shinrin Yoku – „Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes“ – ist bestens geeignet in der Trauerarbeit
Dabei werden die verschiedenen Sinne in der Natur und im Wald angesprochen und die besondere Atmosphäre der Natur und des Waldes genutzt. Zunehmend mehr Menschen nutzen den Wald als „Arbeitsraum“. Der gesunde Mensch fühlt sich dort wohl und meistens denken wir in diesem Areal schon von der Grundstimmung eher positiv. Er stärkt unter anderem unsere Konzentration und Gedächtnis und lässt die Besucher auch leichter zu sich selbst kommen. Ein Hineingehen ist nicht nur ein Hineingehen in den Wald sondern auch ein Hineingehen in das eigene Innere.
Zunehmend mehr Menschen entscheiden sich auch bei der Bestattung ihrer geliebten Angehörigen für einen sog. Bestattungswald, der als Ruheforst, Friedwald, Trauerpark, etc. bezeichnet wird.
Bei einem „Trauerwaldbaden“ können verschiedenste Ideen und Methoden des klassischen Waldbadens und der Achtsamkeitspraxis eingebaut werden. Besonders wichtig sind auch Rituale in der Natur.
Um in seine jeweilige Trauer hineinspüren zu können, bietet sich anfangs ein sog. „kontemplativer Gang“, ein ruhiges, gemeinschaftliches Gehen, an. Einerseits wird dadurch schon in die Langsamkeit hineingefunden und zugleich seiner eigenen Trauer Schritt für Schritt nachgespürt.
Die Natur ist aufgrund ihrer Vielfältigkeit/Biodiversität eine wahre Fundgrube für Bilder, Gegenständen und möglichen Symbolen.
Die Begegnung mit einem Baum (beispielsweise der Übung Kommunikation mit dem Baum oder die Ode an den Baum) ermöglicht oftmals eine sehr intensive Begegnung mit der eigenen Trauer. Der ausgewählte Baum ist oftmals ein Spiegel für das eigene Leben oder derzeitiges Empfinden.
LandArt oder das Legen eines eigenen oder gemeinsamen Mandalas (auch als Symbol einer gemeinsamen, sich tragenden Trauergemeinschaft) kann ein ideales Element zum Ende eines Trauerwaldbadens sein.
Bei den verschiedensten Übungen werden immer wieder sog. Elemente der Achtsamkeit, wie Absichtslosigkeit, Akzeptanz („Es ist, wie es ist“), kindlicher Entdeckergeist, Staunen über die Wunder der Natur, (trotz Trauer) und das gelegentliche Verweilen im Hier und Jetzt (Gegenwärtigkeit) mit den Gefühlen der Trauer verbunden.
Am Ende könnte das Waldbaden mit einer „Solozeit“ oder mit einer „Hängemattenauszeit“ und dem erneuten Blick nach oben (ob nun Blätterdach, bewölkter Himmel oder Sternenhimmel) ausklingen.
Das kann sein, dass er die Trauer ist um einen geliebten Menschen oder auch die Begleitung eines Pflegefalls, wo der Abschied sich schon ankündigt. Es ist aber auch gut und wichtig, schon vorher darüber nachzudenken und sich mit dem Thema Abschied und Trauer zu beschäftigen, weil wir dann vielleicht gar nicht in die große Schockstarre kommen und auch in Stressmomenten ruhig und besonnen handeln können.
Trauer zeigt sich auch in anderen Bereichen:
Sei es, weil ein liebes Haustier stirbt oder wir traurig sind um eine verpatzte Chance, den Verlust der Lebensfreude, oder einen lieben Freund, der auf einmal nicht mehr in unseren Leben ist. Auch Trennung oder Scheidung weckt oft Leid ins uns und wird in den Stress-Skala gleichgestellt wie das Sterben. Trauer hat so viele Gesichter, es oft leichter, die Situationen zu überspielen, als sich dem Thema anzunehmen. Doch wenn wir uns bewusst machen, dass Leben und Sterben, Lachen und Weinen, Verblühen und Erblühen zusammengehört und wir im Einklang mit der Natur leben und wieder Kraft schöpfen können, leben wir leichter.
In unsere Gästehaus sind wir umgeben von der Natur. Sie lebt uns vor, dass alles ein Kreislauf ist, eine endlose Wellenbewegung, ohne Ebbe keine Flut.
Was erwartet Sie in unserem Bildungsurlaub? Ruhe in Frieden – oder nicht?
Warum es so wichtig ist, das Thema nicht totzuschweigen: Nur wenn wir zulassen, dass die Trauer sein darf, müssen wir Geist, Körper und Seele nicht verbiegen und können sie zulassen und auch wieder loslassen.
Wie komme ich wieder aus meiner Talsohle, wenn ich feststecke?
Welche Muster helfen mir im Moment “vermeintlich” bringen ,mich aber in die nächste Krise?
Stufen der Trauer
Leben und Sterben gehört zusammen. So wie Wehen bei der Geburt kommen und gehen, ist es mit den Phasen der Trauer.
Manche Phasen hauen einen um, manche verarbeitet man fast nicht, bei manchen hilft es einfach, die Position zu verändern.
Anregungen und Vorbereitung zum “Treppenlaufen” – um die Stufen der Trauer gut zu verarbeiten. Wie die Wellen am Watt – ein Kommen und Gehen…
Wir lernen die unterschiedlichen Stufen und Phasen der Trauer kennen, beleuchten diese und bieten Konzepte zur Selbsthilfe an.
Zurück zur Natur – Ausbildungen, die verbinden, stärken und inspirieren
Über 5.000 Absolvent*innen im In- und Ausland haben bereits unsere praxisnahen Ausbildungen und Seminare durchlaufen – mit dem Ziel, sich selbst, andere und die Natur neu zu entdecken.
Denn wir sind überzeugt:
Eine tiefe Verbindung zur Natur verbessert spürbar die Lebensqualität und stärkt die mentale Gesundheit. Gerade in Zeiten beruflicher und privater Herausforderungen sind innere Ausgeglichenheit, achtsame Entspannung und regenerative Naturerfahrungen essenziell.
Unsere zertifizierten Programme fördern persönliche Entwicklung, stärken Resilienz und laden dazu ein, die eigene Naturverbundenheit zu vertiefen – und weiterzugeben.
Unser Schwerpunkt liegt auf dem Wald als ganzheitlicher Gesundheitsquelle.
Daher haben wir unter anderem die fundierte Ausbildung „Kursleiter*in für Waldbaden – Achtsamkeit im Wald“ entwickelt – ein inspirierender Einstieg in naturgestützte Gesundheitsbildung.
Ergänzend bieten wir ein wachsendes Portfolio an Einzel- und Aufbaumodulen und umfangreichen Ausbildungspaketen zu naturbezogenen Themen – immer praxisnah, wissenschaftlich fundiert und mit Herz geleitet.
Ob als neue berufliche Perspektive oder zur eigenen Weiterentwicklung: Unsere Seminare verbinden Professionalität mit Sinn – und führen dorthin, wo echte Erholung beginnt: in die Natur.