Bindungstraumatisierung ist ein Zustand der Einsamkeit!
Ein feinfühliges elterliches Verhalten ist entscheidend für die Entwicklung einer sicheren Bindung und fördert ein tieferes Empfinden von Sicherheit, das nicht nur kognitiv, sondern tief im Körper und im Autonomen Nervensystem verankert ist. Eine sichere Bindung ist die Grundlage für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung, ein stabiles Selbstwertgefühl, emotionale Sicherheit und Geborgenheit und stärkt die dem Körper innewohnende Fähigkeit Stress zu regulieren und Herausforderungen zu bewältigen. Erwachsene, die sicher gebunden sind, haben eine Balance zwischen dem Wunsch nach Nähe und Intimität und dem Wunsch nach Unabhängigkeit. .
(Hoch-) Unsichere Bindungsmuster sind als Anpassungsreaktionen auf unsichere Bindungsbedingungen zu verstehen. Menschen mit hoch-unsicheren Bindungserfahrungen entwickeln auf der körperlichen, der seelischen und der sozialen Ebene vielfältige Entwicklungsstörungen, in ihrer Beziehungsgestaltung wirken sie mitunter abweisend oder ambivalent, unflexibel oder unabsehbar wechselhaft, erstarrt oder auch hochgradig emotional außer sich.
Bezugspersonen von bindungstraumatisierten Menschen sehen sich vor der Herausforderung, stabile, haltgebende und einschätzbare Beziehungsangebote anzubieten sowie durch eine Co-Regulation eine Entwicklung der Selbstregulation anzuregen. Bindungsorientierte Arbeit unterstützt belastete Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu erfahren, dass sie nicht allein sind, dass sie die Fähigkeit in sich tragen, Verbindungen einzugehen.
Der Samen einer sicheren Bindung lebt in jedem von uns!
Inhalte
Methoden
Impulsreferate, Kleingruppen, bindungsorientierte Ballspiele (zum Verstehen von Bindungsdynamiken), Selbsterfahrung sowie Förderung der Selbstregulation der Fachkräfte, Fallarbeit
Zielgruppe
Fachkräfte in sozialpädagogischen oder psycho-sozialen Arbeitsfeldern, die mit (bindungs-) traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten.
Über uns
Das Odenwald-Institut (OI) wurde 1978 von Mary Anne und Karl Kübel als Bildungsinstitut am Rande der Metropolregion Rhein-Neckar gegründet. Eine Autostunde von Heidelberg, Mannheim und Darmstadt laden fünf Tagungshäuser mit eigener Buchhandlung zu Begegnung und Reflexion auf der 577 Meter hohen Tromm. Abstand vom Alltag und Blick in den Odenwald und die Pfalz bieten eine hervorragende Voraussetzung, um miteinander und voneinander zu lernen.
Jährlich bieten wir rund 400 Angebote: Einzelseminare, Methoden-Module, Weiterbildungen in Grund-und Aufbaustufen, Supervisionen, ALUMNI-Veranstaltungen, Informationsveranstaltungen, Fachtagungen…
Die Konzepte sind fundiert und basieren auf einer Vielzahl von anerkannten Methoden: u.a. Systemische Therapie und Coaching, Mediation, Transaktionsanalyse (TA), Neuro-Linguistisches-Programmieren (NLP), Themenzentrierte Interaktion (TZI), Paarsynthese, Ausdrucksmalen, Gestalttherapie, Jeux Dramatiques, Ki-, Körper und Gestaltarbeit (KiKG), MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction), Feldenkrais, Progressive Muskelentspannung, Atem- und Stimmarbeit …
Das Odenwald-Institut ist gemeinnützig, zertifiziert von Weiterbildung Hessen und Kooperationspartner des Landes Hessen beim Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) sowie in der Jugendbildung des Kreises Bergstraße.