Welche Aspekte unseres Lebens und Wirkens werden in Brüssel angestoßen? Nach welcher Logik funktioniert die EU? Wer sind die Akteur*innen? Welche aktuellen Entwicklungen - beispielsweise auch die Auswirkungen von Digitalisierung und KI auf Geschlechtergerechtigkeit - gibt es? Und wie können wir das für uns fruchtbar machen? - Mit diesen Fragen im Gepäck reisen wir mit feministischer Perspektive nach Brüssel.
Die Europäische Union gilt als wichtiger Motor für die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit auch auf nationaler Ebene. Andererseits werden auf EU-Ebene von (rechts-)konservativer Seite auch viele Errungenschaften für Gleichstellung und Minderheitenschutz angegriffen. In der Seminarwoche werden wir mit Akteur*innen in Kontakt kommen, die sich mit all diesen Fragen und Schauplätzen der Aushandlung beschäftigen. Das sind die Mitglieder des Europäischen Parlaments und ihre Ausschussarbeit, die Kommission und Nichtregierungsorganisation, die in Brüssel Lobbyarbeit machen. Im Parlament besuchen wir die Alexandra Geese Fraktion DIE GRÜNEN/EFA. Die EU-politischen Zusammenhänge und was das mit dem eigenen Leben und Wirken zu tun hat, wird im Seminar eine Einordnung finden. Selbstverständlich wird es in der Woche auch Zeit geben, Brüssel als belgische Hauptstadt mit seinen komplexen Soziokulturen kennenzulernen.
Zielgruppe
Der Bildungsurlaub steht allen Interessierten ab 18 Jahren offen. Wir freuen uns sowohl über Personen, die im beruflichen Kontext zu Gleichstellungsfragen arbeiten als auch über Einsteiger*innen in Themen der Gleichstellung. Frauen, Lesben, Inter-, Nonbinäre, Trans- oder Agender Personen sind ebenso willkommen wie Männer.
Zielsetzung
Die Teilnehmenden
- haben Akteur*innen im Feld der Gleichstellungspolitik der EU kennengelernt und können diese einordnen
- kennen Gleichstellungspolitik in ihrer Vielfalt und Bandbreite durch Erleben dieser
- können die Anregungen in ihre eigenen beruflichen, politischen oder zivilgesellschaftlichen Tätigkeiten übertragen
* Trägeranerkennung: Die inhaltliche Prüfung erfolgt durch den Arbeitgeber.
Über uns
Die Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen ist ein politisches Bildungswerk. Wir ermutigen Menschen, sich für eine gleichberechtigte, vielfaltssensible und rassismuskritische Gesellschaft einzusetzen.
Dabei setzen wir auf Bildung mit Haltung: In jährlich über 100 Veranstaltungen ermöglichen wir als Scharnier zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft einzigartige Begegnungen und Perspektivwechsel. Wir wollen mit unserer Arbeit Demokratie erlebbar machen und sind davon überzeugt, dass lebenslanges Lernen miteinander und füreinander der Schlüssel zu einem Guten Leben für Alle ist.
Wir bieten an:
Radfahren ist eine soziale, ökologische, sinnliche, lustvolle, bereichernde und lehrreiche Zukunftsoption. Der gemeinsame Weg bei Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Veranstaltungen bringt die gemeinsamen Ideen und Menschen näher zusammen. Das macht jede Radfahrt politisch und zu einem Bildungserlebnis.
Um neue Welten zu entdecken, muss man keinen Urlaub am Palmenstrand buchen. Die lokale und regionale Kultur hat eine Menge zu bieten. Viele markante und sehenswerte Orte erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Unsere Wanderurlaube kommen den individuellen und sozialen Identitäten auf die Spur und suchen Orte auf, an denen sich diese gebildet haben.
So unterschiedlich die Städte Kopenhagen, Berlin oder Brüssel auch sind. Ihnen ist gemein, dass sie eine geballte Mischung aus historischen, kulturellen und politischen Eigenheiten und Ausprägungen auf engstem Raum präsentieren. Diesen zu entdecken und zu erleben, dabei das eigene Wissen aufzufrischen und noch das ganz spezielle Flair und die regionalen Köstlichkeiten zu genießen, das zeichnet eine Stadtreise aus.
Spannende Inhalte und Soft Skills lassen sich ebenfalls durch einen Bildungsurlaub erlernen, z.B. Kampagnen- oder Projektmanagement. Unsere erfahrenen ReferentInnen machen Bildung zum praxisorientierten Erlebnis und geben Motivation für das eigene Engagement.
Viele unserer Reisen lassen sich auch als Bildungsurlaub nach dem ArbeitnehmerInnen-Weiterbildungsgesetz NRW anrechnen.