Die Alpen sind einer der größten zusammenhängenden Naturräume Europas und Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, die sich den schwierigen Bedingungen durch Wind, Kälte, Schnee, karge und steinige Böden sowie kurze Vegetationsperioden angepasst haben.
Diese eindrucksvolle Landschaft mit ihren empfindlichen Ökosystemen gerät immer stärker unter Druck. Neben der intensiven Nutzung durch den Menschen zeigen sich die Folgen des Klimawandels zunehmend deutlicher. Tatsächlich steht die Region vor großen Herausforderungen.
Wie kann diese einzigartige Natur geschützt werden und wie können wir gleichzeitig den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden? Auf Exkursionen zu Fuß und in Gesprächen mit Experten vor Ort setzen wir uns mit dieser und anderen Fragen auseinander, erkunden den Lebensraum Alpen und lernen die Tier- und Pflanzenwelt der Region kennen.
Wir übernachten in einem zentral gelegenen Selbstversorgerhaus in Galtür. Hier besteht die Möglichkeit, gemeinsam zu kochen oder im Dorf essen zu gehen.
Für die geplanten Exkursionen ist eine durchschnittliche Kondition und Trittsicherheit ausreichend. Wir empfehlen Wanderschuhe und -stöcke.
Termin: 1.8.–8.8.2026
Ort: Galtür, Paznauntal, Tirol
Gebühr: 675 Euro
Leistungen: 7 Übernachtungen im Selbstversorgerhaus, Bergbahnen und ÖPNV vor Ort, Exkursionen, Seminarmaterial, Versicherungen, Reisepreissicherungsschein, Vorbesprechung
Corona-Hygiene-Konzept-Ergänzung: Wir halten uns offen, im Bedarfsfall unsere Corona-Konzepte anzuwenden.
Über uns
Seit 1984 bieten wir Bildungsurlaube mit den thematischen Schwerpunkten Pädagogik, Umweltpolitik, Ökologie und Naturschutz im Rahmen der politischen Bildung an. Es geht uns darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Politik so gestaltet werden kann, dass menschliches Wirken auf diesem Planeten zukunftsfähig und dauerhaft ausgerichtet werden kann. Wir versuchen, anhand positiver Beispiele zu zeigen, welcher Reichtum an Natur noch existiert, von welchen Konflikten Natur und Ökologie bedroht sind, und wie Schutzstrategien sinnvoll umgesetzt werden können.
In diesem Spannungsfeld möchten wir in unseren Bildungsurlauben mit den Teilnehmern erarbeiten, welche Möglichkeiten wir heute immer noch haben, um uns an dieser Auseinandersetzung politisch zu beteiligen. Dazu gehört im Rahmen der politischen Bildung, dass wir in ausgesuchten naturnahen Regionen mit Fahrrädern, Kanus oder zu Fuß unterwegs sind, Natur sinnlich erleben, und uns mit den politischen Konflikten, wie und von wem Natur genutzt werden soll, beschäftigen.
In der direkten Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt versuchen wir in vielen Gesprächen mit Fachleuten vor Ort, einen Zugang zu den Themen Ökologie, Naturschutz und Umweltpolitik zu finden. Diese Herausforderung betrifft uns alle, egal, welcher Arbeit wir nachgehen, egal, welchen Status wir in unserer Gesellschaft haben. Bildungsurlaub soll gerade denen Möglichkeiten zur politischen Bildung eröffnen, denen aufgrund ihrer sonstigen Verpflichtungen am Arbeitsplatz wenig Zeit für Politik zur Verfügung steht. Dabei hat aber niemand ins Gesetz geschrieben, dass Bildung nicht auch Freude machen darf! Wir versuchen, unsere Seminare so zu gestalten, dass Bildung als ein wichtiges Lebensziel wieder attraktiv für alle wird.