Preis inkl. Ü/VP.
Für Pädagog*innen, die mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 14 Jahren arbeiten
Häufig werden Fachkräfte im pädagogischen Alltag mit extrem herausfordernden oder schwer nachvollziehbaren Reaktionen und Verhaltensweisen von Kindern konfrontiert, für die gewohnte Erklärungsmodelle und etablierte „pädagogische Handwerkszeuge“ nicht auszureichend scheinen.
Erkenntnisse aus der Hirnforschung, Neurobiologie und Psychotraumatologie haben in den letzten Jahren deutlich gemacht, dass das Verhalten aus der Perspektive des „traumabasierten Verhaltens“ neu zu betrachten ist. Entsprechend ihrer biografischen Belastungen und damit verbundenen frühen Prägungen haben viele dieser Kinder (Über-) Lebensstrategien entwickelt, die mit starken Impuls- oder Affektdurchbrüchen, Störungen des Bindungsverhaltens, stagnierender Lern- oder Konzentrationsfähigkeit, Verweigerungshaltungen etc. einhergehen.
In dieser Fortbildung sollen zunächst die Hintergründe entsprechender Erlebens- und Verhaltensmuster näher beleuchtet werden. Ziel ist es, durch neue Sichtweisen zu einer veränderten pädagogischen Haltung gegenüber dem Verhalten und der Symptomatik der Kinder zu gelangen. Anschließend wird es darum gehen, Ansätze und Haltungen aus der Traumapädagogik kennenzulernen, die für Entlastung, Stabilisierung und Entwicklung im pädagogischen Alltag und Miteinander sorgen können.
In Fallbesprechungen werden wir den traumasensiblen Blick trainieren und unsere Perspektiven erweitern.
Vorwissen im traumapädagogischen Bereich wird nicht vorausgesetzt, nur Neugier und Bereitschaft zur Selbstreflexion.
Das Seminar beginnt am Anreisetag um 11 Uhr. Es endet am Abreisetag um 12.30 Uhr, anschließend gibt es ein gemeinsames Mittagessen.
Ein Ort der Bildung und Begegnung
Über uns
Das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. wurde 1975 gegründet und ist eine gemeinnützige, überkonfessionelle, überparteiliche und staatlich anerkannte Einrichtung der Jugend- und Erwachsenenbildung. Träger ist ein eingetragener Verein. Unser Ziel ist es durch unsere QM-zertifizierten Angebote zur Förderung von internationalem Dialog, Demokratie und zivilgesellschaftlichem Engagement beizutragen. In allen unseren Programmen verwirklichen wir die Grundidee, der wir uns als Heimvolkshochschule verschrieben haben: „Leben und Lernen unter einem Dach“. Wir bringen Menschen zusammen und in den Austausch miteinander.
Für seine Bildungsarbeit verfügt das Institut neben den Seminarräumen über eigene Küche, Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad und einen Speiseraum sowie eine weitläufige Außenanlage und eine Kellerbar. Zur modernen Seminarausstattung gehört selbstverständlich auch Videokonferenz-Technik, die hybride und online Seminare ermöglicht.
Unser Programm
Jährlich finden im GSI bis zu 200 Seminare statt, die von sechs hauptamtlichen Pädagogen*innen und über 100 Gastreferent*innen betreut werden. Politische Jugend- und Erwachsenenbildung und internationaler Austausch bilden die Kernthemen des Instituts. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Teilnehmenden in berufsbezogener Qualifikation, Stärkung ihrer Kommunikationskompetenz, ihrer Gesundheit und kreativen Entfaltung. Wir bieten ein umfangreiches Programm für Mitarbeitende in KiTas sowie in Fremdsprachen an.
Wundervolle Umgebung & leckeres Essen
… das macht das GSI außerhalb seiner hochwertigen inhaltlichen Arbeit aus. Abgeschieden am Waldrand in der Lüneburger Heide und mit ICE-Bahnhof vor der Nase liegt das GSI in einem Park mit Fluss. Durch die Unterbringung und Versorgung direkt vor Ort müssen Sie sich um nichts kümmern. Hier bekommen Sie Abstand vom Alltag, können sich auf Ihre Bildungsangebote konzentrieren und werden dabei freundlich und kulinarisch hochwertig und vielfältig versorgt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!