Grundlagen, Konfliktlinien und Praxisbeispiele aus dem Osten Brandenburgs
Die Energiewende schreitet weiter voran – und prägt vor allem die ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Zwischen Freiflächen-Photovoltaik, Windenergie, Biogas und neuen Speichertechnologien entsteht ein dynamisches Spannungsfeld ökonomischer, ökologischer und sozialer Veränderungen. Diese Entwicklungen bringen Chancen – etwa für den Klimaschutz und einen innovativen Wirtschaftssektor – aber auch Herausforderungen: Fragen nach Flächennutzung, Beteiligung, Landschaftsbild und regionaler Wertschöpfung werden zunehmend kontrovers diskutiert.
Das Seminar beleuchtet diese Themen aus wissenschaftlicher, politischer und praktischer Perspektive. Es vermittelt Grundlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien, stellt aktuelle energiepolitische und rechtliche Rahmenbedingungen vor und diskutiert zentrale Konfliktlinien rund um die Energiewende. Ein Fokus liegt zudem auf Praxisbeispielen in der Umgebung von Trebnitz: Exkursionen und Gespräche vor Ort ermöglichen direkte Einblicke in verschiedene Anlagen und Projekte, u. a.
- Agri-Photovoltaikanlage in Märkisch-Oderland
- Solarpark Neuhardenberg
- Rehfelde-EigenEnergie eG
- Biogasanlage in der Region
- Private Anwendungen in Buckow
Die Teilnehmenden kommen mit Betreiber*innen, Kommunalvertreter*innen, Bürgerenergieinitiativen und Kritiker*innen ins Gespräch. So lassen sich unterschiedliche Perspektiven und Interessen aus erster Hand kennenlernen. Die Energiewende wird so in den breiteren gesellschaftlichen Diskurs und seine Kontroversen eingeordnet, z. B.
- Stadt vs. Land
- Profiteure vs. Verlierer
- Standortdiskussionen
- politischer Diskurs.
Das Seminar ermöglicht es, ein fundiertes Verständnis der aktuellen Energiewendeprozesse zu entwickeln. Es bietet zudem praxisnahe Anregungen für lokale Initiativen, kommunale Strategien und Projekte im Bereich Erneuerbarer Energien.
Seminarleitung
Fabian Brauns ist studierter Soziologe und „Kind“ der Region. Er beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Transformationsprozessen im ostdeutschen ländlichen Raum. Seine Expertise und Erfahrungen gibt er unter anderem in der Erwachsenenbildung weiter. Für Schloss Trebnitz hat er den Arbeitsbereich Klimabildung und Klimakommunikation maßgeblich mit initiiert.
„Die Energiewende ist mehr als ein technischer Prozess, sie ist vielschichtig und verändert ländliche Lebenswelten teilweise rasant. Während der Bildungswoche werden wir die Orte der Energiewende direkt erleben. Ich freue mich auf eine spannende Reise durch eine Landschaft und Gesellschaft im Wandel!“
Dr. Janina Messerschmidt ist Expertin an der Schnittstelle von Klimawandel, sozial-ökologischer Transformation und ländlicher Entwicklung. Als promovierte Physikerin und studierte Sozialpsychologin bringt sie inter-disziplinäres Wissen in ihrem Engagement für Klimaschutz und Erneuerbare Energien ein. Sie engagiert sich u. a. in der Dorfbewegung Brandenburg e. V., im Rat des Bündnis Bürger-energie e. V., als Vorständin und Gründungsmitglied der BEOS eG sowie als kommunalpolitisch aktive Bewohnerin und stellvertretende Ortsvorsteherin von Heinersdorf.
Kosten
350 € Kurs ohne ÜN, inklusive Verpflegung
400 € Kurs inklusive ÜN im DZ und Verpflegung
450 € Kurs inklusive ÜN im EZ und Verpflegung
Das Seminar ist als Weiterbildung in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Hamburg anerkannt. Sie können für die Teilnahme bei Ihrem Arbeitgeber Bildungsurlaub beantragen!
Weitere Bundesländer auf Anfrage (außer Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen).
Kontakt
Susen Hollmig
Tel. 033477 519 18<43>[email protected]
Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen
Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
Schloss Trebnitz ist seit 2014 als Einrichtung der Weiterbildung für Erwachsene anerkannt, seit 2018 eine von vier Brandenburger Heimbildungstätten. Die Angebote finden auf der historischen Gutsanlage Schloss Trebnitz statt und haben mittlerweile einen festen Platz in der deutsch-polnischen Region eingenommen. Sie bieten ein breites Spektrum: Ob polnische Sprach- und Landeskunde mit Exkursion, die Trebnitzer Schloss-Gespräche, Fachveranstaltungen, Fortbildungen sowie Upcycling-, Zeichen- und Nähkurse - die Auswahl ist groß und findet zunehmend begeisterte Teilnehmer*innen.
Die Gutsanlage Schloss Trebnitz
Nach dem Krieg als Lazarett, Schule und Ferienlager genutzt, wurde das prachtvolle Herrenhaus nach 1992 von dem Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. umfassend saniert und zur internationalen Begegnungsstätte ausgebaut. Hier treffen sich jährlich tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus vielen Ländern Europas im Rahmen von Schulungs- und Bildungsangeboten. Das Haus kann besichtigt werden.
Die Alte Schmiede wurde 2013 neu saniert und mit barrierefreien Unterkünften im gehobenen Standard ausgestattet.
In der Remise, am Eingang zur Gutsanlage, befinden sich ein Dorfladen und ein Café. Hier werden regionale Produkte aus Märkisch-Oderland, wochentags Kaffee und Kuchen sowie ein Mittagsimbiss angeboten. An den Wochenenden zwischen März und Oktober bietet das internationale inklusive Juniorcafé “Kaffee zum Glück / Kawa na szczescie” selbst gemachten Kuchen, Torten sowie köstlichen Kaffee. In den Wintermonaten wird das Café sonntags von Ehrenamtlichen betrieben.
Im ehemaligen Waschhaus ist 2017 das Gustav Seitz Museum eingezogen. In der öffentlichen Dauerausstellung wird hier eine repräsentative Auswahl des bildhauerischen Schaffens des bekannten Bildhauers (z.B. Käthe-Kollwitz-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz in Berlin-Prenzlauer Berg) und Zeichners gezeigt.
Die alte Feldsteinscheune wurde bis 1945 als Pferdestall und Getreidespeicher genutzt. Nach denkmalgerechter Sanierung befindet sich hier seit 2020 ein multifunktionaler Veranstaltungssaal, in dem Konzerte, Tagungen, Ausstellungen, Messen und Seminare bildender Kunst stattfinden.
Der Museumsgarten mit Bronzeskulpturen bietet mit Blick auf eine Streuobstwiese Ruhepausen, der “Grüne Seminarraum” Möglichkeiten des Lernens an der frischen Luft. Ein Besuch des Trebnitzer Schlossparks lohnt zu jeder Jahreszeit. Man kann um den Teich herumspazieren oder zum Ehrenhain (eine Gedenkstätte für Gefallene des Ersten Weltkriegs), der sich am Ende des Parks befindet. Ein Leitfaden in Form einer Mitmachgeschichte lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, Gewässer und Böden, Biotope und auf die gestalterischen Besonderheiten. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Der Park ist frei zugänglich.
Der Veranstalter beantwortet gerne Ihre Fragen per Telefon oder E-Mail.
Ihre Angaben werden an den Veranstalter übermittelt und vorübergehend gespeichert. Weitere Informationen, auch zu Ihren Rechten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Der Veranstalter sendet Ihnen gerne weitere Details zum Kurs sowie alle benötigten Antragsunterlagen für Ihren Arbeitgeber zu.
Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.