Fünf Tage unterwegs in Bonn und dem Rhein‑Sieg‑Kreis: Mit dem Fahrrad als klimafreundlichem Transportmittel entdecken wir die Mobilität der Region aus nächster Nähe. Wir befassen uns mit politischen, ökologischen, historischen und wirtschaftlichen Aspekten und diskutieren Herausforderungen sowie Perspektiven einer dicht besiedelten Region. Die abwechslungsreichen Tagesetappen verbinden Lernen, Erleben und Begegnung.
Die Veranstaltung zeigt, welche Rolle Mobilität in Bonn und dem Rhein‑Sieg‑Kreis spielt. In einer Region mit hoher Bevölkerungsdichte stellt sich die Frage, wie Ökologie, soziale Gerechtigkeit und verkehrliche Anforderungen zusammengeführt werden können.
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Montag – Einstieg & Mobilität in Bonn
Wir starten mit einer Begrüßung und einer kurzen Erwartungsabfrage. Anschließend unternehmen wir eine geführte Tour durch Bonn, bei der wir Mobilität und Fahrradfreundlichkeit vor Ort genauer betrachten. Am Nachmittag erhalten Sie einen fachlichen Input zum aktuellen Stand des Bonner Verkehrs. Den Tag lassen wir mit einer gemeinsamen Auswertung und einem Abendessen ausklingen.
Schwerpunkte: Lokale Mobilität, Chancen und Herausforderungen in Bonn.
Dienstag – Mobilität im Wandel der Zeit
Nach einer kurzen Reflexion besuchen wir das Konrad-Adenauer-Haus in Rhöndorf und anschließend das Willy-Brandt-Forum in Unkel. Zwei Vorträge beleuchten die Entwicklung der Mobilität von der Bonner Republik bis heute – jeweils mit Fokus auf Adenauer und Brandt. Abends folgt eine gemeinsame Diskussion.
Schwerpunkte: Historische Entwicklung, politische Einflüsse, regionale Besonderheiten.
Mittwoch – Mobilität im ländlichen Raum
Eine Tagestour führt uns von Bonn nach Meckenheim und zurück. Wir befassen uns mit der Mobilität im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und ihrer Bedeutung im ländlichen Raum. Ergänzend gibt es einen Unternehmensvortrag sowie eine interaktive Einheit zum Thema Pendeln. Abends werten wir die Erkenntnisse im Vergleich zu urbanen Strukturen aus.
Schwerpunkte: Ländliche Mobilität, Arbeitswege, Unterschiede Stadt-Land.
Donnerstag, 9. Juli – Pendeln & Verkehrspolitik
Heute geht es rechtsrheinisch weiter: Die Tour führt nach Siegburg, wo wir Mobilität im städtischen Raum untersuchen. Gespräche mit Expert*innen (ÖPNV, PKW, E‑Bike) und ein wissenschaftlicher Vortrag der H‑BRS vertiefen das Thema. Im GSI vergleichen wir anschließend verschiedene Mobilitätsräume miteinander.
Schwerpunkte: Pendeln, Verkehrsinfrastruktur, politische und wissenschaftliche Perspektiven.
Freitag – Ausblick & Abschluss
Wir beginnen mit einer gemeinsamen Rückschau auf die Seminarwoche. Bei einer kurzen Radtour innerhalb Bonns (z. B. entlang der geplanten Seilbahnstrecke) vertiefen wir die Inhalte. Ein Vortrag zur Verkehrsplanung und Mobilität im Wahlkampf rundet den Fachtag ab. Abschließend bündeln wir Ergebnisse und leiten Empfehlungen ab.
Schwerpunkte: Zukunft der Mobilität, politische Rahmenbedingungen
Hinweise zu Strecke und Tagesablauf
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Hinweise zum Fahrradseminar
Wir sind die gesamte Woche ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs, um Lernorte direkt zu erreichen und Mobilität real zu erleben. Eine alternative Beförderung ist nicht möglich.
Wir fahren in einem gemäßigten Tempo, machen regelmäßige Pausen und halten an ausgewählten Orten für Inputs, Gespräche und Reflexionen.
Für die Teilnahme benötigen Sie:
Das Seminar ist nicht sportlich ausgerichtet – im Mittelpunkt steht die Verbindung von Bewegung, Begegnung und politisch‑gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Die Touren werden so gestaltet, dass sie für Personen mit grundlegender Kondition gut zu bewältigen sind.
Träger der politischen Bildung des GSI ist die „Europäische Tagungs-und Bildungsstätte Bonn“. Sie ist anerkannt durch das Land Nordrhein-Westfalen. Die Europäische Tagungs- und Bildungsstätte Bonn des GSI ist eine unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung. Als Träger der politischen Bildung veranstaltet das GSI Konferenzen, Symposien, Tagungen, Workshops und Seminare zu allen relevanten politischen Fragen: Dabei stehen Europa- und Sicherheitspolitik sowie Internationale Zusammenarbeit im Mittelpunkt, aber auch Nord-Süd-Fragen und Entwicklungspolitik spielen eine zentrale Rolle. Gesellschaftspolitische Fragestellungen, beispielsweise zu Rechtsradikalismus oder Migration oder zur Flüchtlingsfrage runden das breite politische Themenspektrum ab.
Spezifisch europäische Themen sind der Kernbereich des GSI. Der europäische Einigungsprozess, die Wirtschafts- und Währungsunion, das Euro-Thema, die Regional- und Strukturpolitik, die Schaffung einer bundesstaatlichen Ordnung in Europa beschäftigen uns ebenso wie der Transformationsprozess in den Staaten Mittel- und Osteuropas, die Beziehungen zu Russland sowie die Rolle Europas in der Friedens-, Sicherheits- und Nord-Süd-Politik. Neben der europäischen Perspektive stehen transatlantische Themen auf unserer Agenda, ebenso wie die Lage im Nahen Osten. Und wir diskutieren die gewachsene Verantwortung deutscher und europäischer Außenpolitik in der Welt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einfluss einer veränderten medialen Welt auf Politik und Gesellschaft.
Das Gustav-Stresemann-Institut kooperiert mit zahlreichen Partnern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, Spanien, Tschechien, Ungarn sowie anderen Staaten und Regionen.