Für ein menschenwürdiges Miteinander

Mit Übernachtung
07. – 09.04.2026
Wald-Michelbach
Flexibel Gruppengröße
Ab 380 € Gebühr
Veranstalter: Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung
128 Bildungsurlaube insgesamt96 aktuelle Starttermine
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Beschreibung

Scham ist eine sehr schmerzhafte, oft übersehene Emotion, die in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. Beispielsweise in der:

  • Erziehung oder Schule: wenn ein Heranwachsender sich für ein Scheitern schämt
  • Alten- und Hospizarbeit: bei der Pflege intimer Körperregionen oder wenn schambehaftete Erfahrungen erinnert werden
  • sozialen Arbeit: wenn Menschen sich ihrer Arbeitslosigkeit schämen
  • psychologischen Beratung oder Therapie: wenn Klienten sich ihrer psychischen Probleme schämen oder dafür, dass sie missbraucht wurden.

Weil Schamgefühle so schwer erträglich sind, werden sie häufig abgewehrt: etwa indem Hilfsangebote brüsk abgelehnt werden; durch Trotz, Wut oder Depression.

Verletzbare Bereiche eines anderen Lebens zu berühren ist auch eine persönliche Herausforderung, weil die eigene Scham-Geschichte dabei geweckt werden kann.Umso mehr dann, wenn die Anerkennung für diese Arbeit (z.B. aufgrund der beruflichen Strukturen) ausbleibt.Daher ist es für alle, die mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen, zu verstehen und konstruktiv mit ihr umgehen zu können. Denn obschon Scham schmerzhaft ist, hat sie auch positive Aufgaben: Sie ist, so Leon Wurmser, "Die Hüterin der menschlichen Würde". Dies wird im Seminar erarbeitet:

Inhalte

In der Fortbildung werden (aus der Sicht der Psychologie, Sozialpsychologie und Gehirnforschung) die grundlegenden Informationen über Scham vermittelt:

  • Was ist Scham und wie zeigt sie sich?
  • Wodurch wird sie ausgelöst?
  • Welches sind ihre Entwicklungs-Impulse?
  • Wie reguliert sie die Würde des Menschen?
  • Worin unterscheiden sich Scham und Schuld?
  • Welche Bedeutung haben Schamgefühle für eine Gruppe, Organisation oder Gesellschaft?

Die Teilnehmenden verstehen die Psychodynamik von Schamgefühlen und deren grundlegende Bedeutung für das menschliche Miteinander. Sie lernen, Schamgefühle (die häufig hinter anderen Verhaltensweisen "maskiert" werden) zu erkennen und konstruktiv mit diesen umzugehen.

Zielgruppe

Alle, die mit Menschen arbeiten: Lehrkräfte, Führungskräfte, Mitarbeitende von Behörden, Strafvollzug und Polizei, Hospiz-Mitarbeitende, Organisationsentwickelnde, Sozialarbeiter*innen, Richter*innen, Supervisor*innen, Seelsorger*innen, Psychotherapeut*innen, Mediator*innen und andere helfende, medizinische, pflegende, heilende, beratende und pädagogische Berufe.

Hinweis zum Preis

zzgl. Ü/V

Anerkennung als Bildungsurlaub

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Kursort

Der Bildungsurlaub findet statt in Wald-Michelbach

Veranstalter

logo Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung

Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung

128 Bildungsurlaube insgesamt96 aktuelle Starttermine

Über uns

Das Odenwald-Institut (OI) wurde 1978 von Mary Anne und Karl Kübel als Bildungsinstitut am Rande der Metropolregion Rhein-Neckar gegründet. Eine Autostunde von Heidelberg, Mannheim und Darmstadt laden fünf Tagungshäuser mit eigener Buchhandlung zu Begegnung und Reflexion auf der 577 Meter hohen Tromm. Abstand vom Alltag und Blick in den Odenwald und die Pfalz bieten eine hervorragende Voraussetzung, um miteinander und voneinander zu lernen.

Jährlich bieten wir rund 400 Angebote: Einzelseminare, Methoden-Module, Weiterbildungen in Grund-und Aufbaustufen, Supervisionen, ALUMNI-Veranstaltungen, Informationsveranstaltungen, Fachtagungen…

Die Konzepte sind fundiert und basieren auf einer Vielzahl von anerkannten Methoden: u.a. Systemische Therapie und Coaching, Mediation, Transaktionsanalyse (TA), Neuro-Linguistisches-Programmieren (NLP), Themenzentrierte Interaktion (TZI), Paarsynthese, Ausdrucksmalen, Gestalttherapie, Jeux Dramatiques, Ki-, Körper und Gestaltarbeit (KiKG), MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction), Feldenkrais, Progressive Muskelentspannung, Atem- und Stimmarbeit … 

Das Odenwald-Institut ist gemeinnützig, zertifiziert von Weiterbildung Hessen und Kooperationspartner des Landes Hessen beim Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) sowie in der Jugendbildung des Kreises Bergstraße. 

Zum vollständigen Profil
Info-Tel. zum Kurs.: (06207) 6050
Kursnummer für Anfragen: 6022
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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte drirekt über die Kontaktfunktion oder telefonisch.
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