Diese Pilotreise führt uns durch unterschiedliche Regionen Kenias - von der pulsierenden Hauptstadt Nairobi über die grünen und fruchtbaren Ebenen um den Mount Kenya bis hin zur geschichtsträchtigen Swahili-Küste am Indischen Ozean. Anstatt klassischen touristischen Pfaden zu folgen, die sich meist auf Wildtiersafaris beschränken, werden zivilgesellschaftliche Begegnungen sowie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstbestimmung und politischer Teilhabe im Mittelpunkt der Reise stehen: Diverse Formen des Engagements verarbeiten und reflektieren ebenso wie ausdrucksstarke Kunst und Kultur die facettenreiche Vielfalt des Landes. Gleichzeitig befassen wir uns kritisch mit der Kolonialgeschichte und ihren Auswirkungen, beleuchten post- und neokoloniale Strukturen, die Kenia bis heute prägen, und lernen mehr über soziale und wirtschaftliche Herausforderungen sowie in aktuelle Debatten zu Demokratie, Protest und Gerechtigkeit.
Alle Infos unter: www.alsharq-reise.de/de/tour/kenia-studienreise-09-2026
Die ersten Tage unserer Reise verbringen wir in Nairobi, der lebendigen Millionenstadt im Herzen Kenias: Dort spazieren wir durch den Uhuru Park, kommen mit Vertreter*innen sozialer Initiativen ins Gespräch und gewinnen Einblicke in kreative Kunst- und Kulturprojekte. Dabei setzen wir uns immer wieder mit den Spuren des Kolonialismus, politischen Protestbewegungen sowie den großen sozialen Gegensätzen Nairobis auseinander. Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Aktivist*innen und Künstler*innen eröffnen vielfältige Perspektiven auf aktuelle politische Entwicklungen und urbane Lebensrealitäten.
Der zweite Teil der Reise führt uns weiter ins Landesinnere nach Embu, am Fuße des Mount Kenya. Unterwegs passieren wir den Lake Naivasha, der sich infolge des Klimawandels immer weiter ausdehnt und damit zahlreichen Hippos Lebensraum bietet. In Embu vertiefen wir unser Verständnis von ziviler Emanzipation, Landrechten und den sozialen Auswirkungen globaler Landwirtschafts- und Handelsstrukturen im Kontext von Kaffee- und Teehandel. Wir besuchen Bildungs- und Jugendprojekte, sprechen mit Frauen- und Community-Gruppen und tauschen uns zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung aus.
Die letzten Tage der Reise verbringen wir an der Küste des Landes: In Mombasa ist ganz besonders sichtbar, wie arabische Einflüsse, Swahili-Tradition und koloniale Vergangenheit miteinander verwoben sind. Hier legen wir auch ein Augenmerk auf Formen des Alltagslebens – einschließlich belebter Märkte und der hier typischer religiöser Vielfalt. Zum krönenden Abschluss erleben wir in Kilifi nicht nur die blühende Kunst- und Kulturszene der Küste, sondern auch die Schönheit der Natur mit weißen Sandstränden, türkisblauem Wasser und einem atemberaubenden Sonnenuntergang. Beispielsweise beim Besuch einer lokalen Umweltinitiative richten wir den Blick auch auf den Schutz dieser einzigartigen Natur.
Neben all dem geplanten Programm lassen wir auf unserer Reise auch die Natur und die vielfältigen Landschaften Kenias auf uns wirken - von Wasserfällen über endlose Savannen, Hippos und einen der höchsten Berge Ostafrikas bis hin zu den idyllischen Stränden am indischen Ozean. Formelle und informelle Begegnungen mit Menschen, deren Geschichten und Perspektiven, die oft im Kontrast zu gängigen Vorstellungen von 'Afrika' stehen, ermöglichen uns Einblicke in die Vielfalt alltäglichen und gesellschaftlichen Lebens vor Ort und bieten Ansatzpunkte, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen. Die Reise soll damit auch zu einer bewussten Auseinandersetzung mit den sozialen, kulturellen und historischen Realitäten Kenias ermutigen.
Alsharq Reise
Alsharq bietet Studienreisen und digitale Formate mit einem politischen und gesellschaftlichen Fokus.
Begleitet von unserem engagierten jungen Team ermöglichen die Reisen und digitalen Veranstaltungen einzigartig persönliche Einblicke in die facettenreichen Gesellschaften Westasiens, Nordafrikas, in postmigrantische Strukturen in Deutschlad und darüber hinaus. Unsere Programme verbinden Politik, Kultur und Natur und leben von vielfältigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort.
Differenzierte Einblicke und Multi-Perspektivität
Die gesellschaftlichen und politischen Realitäten der Zielländer stehen im Fokus unserer Reisen. Wir wollen eine differenzierte Sichtweise auf unsere Zielregion vermitteln. Dabei verfolgen wir den Anspruch, dass die Teilnehmenden bestehende Meinungsbilder hinterfragen und sich mit neuen Perspektiven möglichst unvoreingenommen auseinandersetzen.
Begegnungen im Vordergrund
Dies versuchen wir insbesondere durch Begegnungen und Diskussionen mit Menschen vor Ort zu erreichen. Dabei verfolgen wir den Anspruch, die Sichtweisen sowohl von “ganz normalen Menschen” als auch von Politiker*innen, Akademiker*innen und Aktivist*innen kennenzulernen. Ebenso versuchen wir, den Teilnehmenden sowohl städtische als auch ländliche Kontexte näher zu bringen. Stets ist es unser Anspruch, mit den Gesprächspartner*innen und natürlich auch mit den Teilnehmenden auf Augenhöhe zu interagieren.
Durch die Begegnungen wollen wir nicht nur Realitäten vor Ort besser verstehen, sondern in einen Austausch treten. Ziel ist auch, dass aus Begegnungen Kooperationen entstehen, siehe Punkt Intendierter Impact.
Vielfalt an Formaten
Wir versuchen, den Teilnehmenden die sozialen und politischen Realitäten mit möglichst vielfältigen Formaten zu vermitteln: Vorträge, Expert*innengespräche, Diskussionen, Stadtrundgänge, Wanderungen oder auch Kochkurse mit lokalen Familien sind nur einige Beispiele dafür, mit welchen unterschiedlichen Methoden wir Inhalte vermitteln möchten.