Sketchnotes sind “skizzierte Notizen” – gleichermaßen gezeichnet und geschrieben. In unterschiedlichsten beruflichen Zusammenhängen tauchen sie immer häufiger auf und helfen dort dabei, komplexe Informationen und Inhalte zu visualisieren, die auf diese Weise leichter zugänglich, verständlicher und merkbarer werden.
Sketchnotes sind daher ein nützliches Werkzeug, das vielseitig eingesetzt werden kann. Ob bei Vorträgen, Meetings oder Denkprozessen, als Bestandteil von Präsentationen oder auf Flipcharts, Sketchnotes visualisieren Notizen und Ideen optisch ansprechend und effektiv. Effektiv deshalb, weil das menschliche Gehirn Bilder viel schneller erfassen kann als Worte – über 80 Prozent aller Eindrücke von außen werden visuell erfasst.
Verknüpft mit Texten bleiben Sketchnotes deshalb viel besser in Erinnerung als geschriebene Notizen allein. Darüber hinaus wird das aufmerksame Zuhören beim visuellen Notieren geschult. Es erleichtert sogar die Entwicklung neuer Ideen und hilft beim Lösen komplexer Probleme.
Die Weiterbildung gibt einen Überblick zum Visualisieren mittels Sketchnotes, seinen Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten. Es werden grundlegende Techniken zum Zeichnen von Symbolen, zum Aufbau eines visuellen Wortschatzes und zur Gestaltung von Schriften vorgestellt und ausprobiert.
Zeichenkenntnisse sind nicht erforderlich.
Dozent
Aike Arndt kam über den Trickfilm zum Comiczeichnen und dann zum Graphic Recording. Seit 2018 hat er bei verschiedenen Podien und Diskussionsrunden live mitgezeichnet oder in Zusammenarbeit mit einem Moderator Workshops zeichnerisch begleitet. Seine Comics erscheinen im Zwerchfellverlag und bei Carlsen. Seit 2015 gibt er zudem Kurse zu den Themen Figurenentwicklung, Comiczeichnen und Sketchnoting.
www.aikearndt.de
Schloss Trebnitz ist seit 2014 als Einrichtung der Weiterbildung für Erwachsene anerkannt, seit 2018 eine von vier Brandenburger Heimbildungstätten. Die Angebote finden auf der historischen Gutsanlage Schloss Trebnitz statt und haben mittlerweile einen festen Platz in der deutsch-polnischen Region eingenommen. Sie bieten ein breites Spektrum: Ob polnische Sprach- und Landeskunde mit Exkursion, die Trebnitzer Schloss-Gespräche, Fachveranstaltungen, Fortbildungen sowie Upcycling-, Zeichen- und Nähkurse - die Auswahl ist groß und findet zunehmend begeisterte Teilnehmer*innen.
Die Gutsanlage Schloss Trebnitz
Nach dem Krieg als Lazarett, Schule und Ferienlager genutzt, wurde das prachtvolle Herrenhaus nach 1992 von dem Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. umfassend saniert und zur internationalen Begegnungsstätte ausgebaut. Hier treffen sich jährlich tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus vielen Ländern Europas im Rahmen von Schulungs- und Bildungsangeboten. Das Haus kann besichtigt werden.
Die Alte Schmiede wurde 2013 neu saniert und mit barrierefreien Unterkünften im gehobenen Standard ausgestattet.
In der Remise, am Eingang zur Gutsanlage, befinden sich ein Dorfladen und ein Café. Hier werden regionale Produkte aus Märkisch-Oderland, wochentags Kaffee und Kuchen sowie ein Mittagsimbiss angeboten. An den Wochenenden zwischen März und Oktober bietet das internationale inklusive Juniorcafé “Kaffee zum Glück / Kawa na szczescie” selbst gemachten Kuchen, Torten sowie köstlichen Kaffee. In den Wintermonaten wird das Café sonntags von Ehrenamtlichen betrieben.
Im ehemaligen Waschhaus ist 2017 das Gustav Seitz Museum eingezogen. In der öffentlichen Dauerausstellung wird hier eine repräsentative Auswahl des bildhauerischen Schaffens des bekannten Bildhauers (z.B. Käthe-Kollwitz-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz in Berlin-Prenzlauer Berg) und Zeichners gezeigt.
Die alte Feldsteinscheune wurde bis 1945 als Pferdestall und Getreidespeicher genutzt. Nach denkmalgerechter Sanierung befindet sich hier seit 2020 ein multifunktionaler Veranstaltungssaal, in dem Konzerte, Tagungen, Ausstellungen, Messen und Seminare bildender Kunst stattfinden.
Der Museumsgarten mit Bronzeskulpturen bietet mit Blick auf eine Streuobstwiese Ruhepausen, der “Grüne Seminarraum” Möglichkeiten des Lernens an der frischen Luft. Ein Besuch des Trebnitzer Schlossparks lohnt zu jeder Jahreszeit. Man kann um den Teich herumspazieren oder zum Ehrenhain (eine Gedenkstätte für Gefallene des Ersten Weltkriegs), der sich am Ende des Parks befindet. Ein Leitfaden in Form einer Mitmachgeschichte lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, Gewässer und Böden, Biotope und auf die gestalterischen Besonderheiten. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Der Park ist frei zugänglich.