Wer seine Kindheit oder Jugend während des Krieges verbracht hat, ist ein „Kriegskind“ und hat durch die Erlebnisse und Nachwirkungen des Krieges nachhaltige Traumatisierungen erlebt. Die weitere Lebensgestaltung bleibt durch Kriegserlebnisse geprägt und in vielen Familien haben Kriegskindheiten deutliche Spuren hinterlassen. Diese wirken – vielfach unbewusst – in die nachfolgenden Generationen hinein. Kriegsenkel sind die Kinder der Kriegskinder und wurden nicht selten durch die Auswirkungen einer Zeit belastet, in der sie noch gar nicht geboren waren. Die Generation der ca. 1960 – 1976 Geborenen stellt sich zunehmend Fragen wie z. B.: Welche Prägungen habe ich durch mein Familiensystem und durch die Erlebnisse meiner Eltern? Haben mich die Erlebnisse und möglichen Traumata der Kriegskindergeneration als Kriegsenkel überhaupt beeinflusst und wenn ja, wie sehr und wodurch? Die Generation der Kriegsenkel macht sich auf eine spannende Spurensuche und traut sich, nach Erlebnissen, Erfahrungen und möglichen Wirkungen zu forschen. Im Erkennen und Verstehen der – oftmals überraschenden – Zusammenhänge werden auch eigene Prägungen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten deutlich. Dazu bieten sich vielfältige Möglichkeiten und Wege an.
Dieses Seminar informiert über geschichtliche und gesellschaftliche Hintergründe, nimmt die möglichen Folgen von Kriegserfahrungen für die nachfolgenden Generationen (u. a. Traumatisierungen) sowie die Epigenetik, als mögliche Weitergabe von Traumatisierungen, in den Blick. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Fragestellungen, wie die Kriegsenkel mit ihrem Wissen und ihren Erkenntnissen (weiter) umgehen können? Hier werden Themen wie Heimatlosigkeit, Söhne ohne Väter, die psychosozialen Folgen des Erlebten für die Kriegs- und für die nachfolgenden Generationen und nicht zuletzt, wie die Kriegsenkel mit ihren Fragen und ihrem Wissen umgehen können, sollen angesprochen werden.
Die Spurensuche auf der Nordseeinsel Baltrum lädt dazu ein, in entspannter Atmosphäre einen Einblick in die Vielschichtigkeit der Auswirkungen zu bekommen.
* Trägeranerkennung: Die inhaltliche Prüfung erfolgt durch den Arbeitgeber.
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