Kulturelle Teilhabe hört nicht mit dem Rentenalter auf – sie wird im Alter oft wichtiger denn je. Die Weiterbildung Kulturgeragogik vermittelt dir das Wissen und die Methoden, um Kulturangebote für ältere Menschen professionell zu entwickeln und durchzuführen. Du lernst, wie Kunst und Kultur im Alter wirken, welche Methoden sich bewährt haben und wie du eigene Projekte konzipierst und umsetzt.
Diese Weiterbildung ist bundesweit einzigartig in ihrem Zuschnitt: Sie verbindet theoretische Grundlagen aus Gerontologie und Geragogik mit konkreter kulturgeragogischer Praxis – spartenübergreifend, methodisch fundiert und nah an deiner Arbeitswirklichkeit.
Für wen ist diese Weiterbildung?
Die Weiterbildung richtet sich an:
Kulturpädagog:innen und Künstler:innen, die kulturgeragogisch mit älteren Menschen arbeiten möchten,
Erwachsenenbildner:innen sowie Fachkräfte aus Sozialer Arbeit, Pflege und Gesundheit,
Quereinsteigende, die sich neu orientieren oder ein starkes Interesse an pädagogischem und künstlerischem Arbeiten mitbringen.
Voraussetzung: ein abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium oder eine einschlägige Berufsausbildung mit Berufserfahrung sowie der Nachweis künstlerischer oder kulturvermittelnder Praxis.
Wie läuft die Weiterbildung ab?
Die Weiterbildung umfasst 290 Unterrichtseinheiten (UE) und kombiniert verschiedene Lernformate:
| Format | Umfang |
|---|---|
| Präsenzveranstaltungen | 152 UE |
| Selbstlernzeit | 76 UE |
| Online-Kurse (Campus Kulturarbeit / kubia) | 16 UE |
| Projektkonzeption und -durchführung | 46 UE |
Die Präsenztermine finden freitags von 12–19 Uhr und samstags von 10–17 Uhr statt. Ergänzt werden sie durch zwei Bildungswochen in Remscheid (montags bis freitags). Der Rhythmus aus Wochenenden und Bildungswochen stärkt das Miteinander in der Gruppe und ermöglicht konzentriertes, gemeinsames Arbeiten – auch für Teilnehmende, die eine längere Anreise haben.
Die Weiterbildung findet in einer Gruppe von maximal 16 Personen statt.
Was lernst du?
Die Weiterbildung begleitet dich von den theoretischen Grundlagen bis zur eigenständigen Praxis. Du startest mit einem fundierten Einstieg in Gerontologie und Geragogik – Alter(n)sprozesse, Altersbilder, Demenz und intergenerationelles Lernen – und erkundest anschließend ein breites Spektrum an kulturgeragogischen Sparten und Methoden: von Musik- und Kunstgeragogik über Biografisches Schreiben und Medienarbeit bis hin zu Theater- und Tanzgeragogik. Dabei erprobst du Methoden direkt in der Praxis und reflektierst sie gemeinsam mit der Gruppe.
Ergänzt wird das durch Inhalte zu Kulturmanagement, Fördermöglichkeiten und Barrierefreiheit – damit du deine Projekte nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch sicher aufstellen kannst. Ein eigenes kulturgeragogisches Projekt, das du im Laufe der Weiterbildung entwickelst und durchführst, bildet den praktischen Kern. Individuelle Schwerpunkte setzt du über frei wählbare Onlineangebote.
Praxis trifft Theorie
Ein besonderes Merkmal dieser Weiterbildung ist die enge Verschränkung von Theorie und Praxis. Du erprobst Methoden selbst, reflektierst sie gemeinsam mit der Gruppe und überträgst das Gelernte direkt auf dein eigenes Projekt. Wir legen dabei großen Wert auf Transparenz: Über Entscheidungen, die die Weiterbildung betreffen, informieren wir dich offen und zeitnah.
DAS NIMMST DU MIT
Theoretisches Fundament: Du verstehst Alter(n)sprozesse und kennst die Rolle von Kunst und Kultur im Alter.
Methodenvielfalt: Du hast Methoden aus verschiedenen kulturgeragogischen Sparten erprobt und kannst sie in deiner Arbeit einsetzen.
Eigenes Projekt: Du hast ein kulturgeragogisches Projekt konzipiert und durchgeführt.
Praxiswissen: Du kennst Fördermöglichkeiten, Antragspraxis und Anforderungen an barrierefreie Angebote.
Netzwerk: Du bist mit Fachkolleg:innen und relevanten Akteur:innen im Feld der Kulturgeragogik vernetzt.

Almuth Fricke ist Literaturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Seit 1991 arbeitet sie im Kulturbereich in verschiedenen Funktionen. Seit 2008 leitet sie das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur (kubia), eine vom Land NRW geförderte Fachstelle für Beratung, Information, Förderung, Vernetzung und Weiterbildung zu Alter und Behinderung. 2011 entwickelte sie mit der FH Münster den Zertifikatskurs Kulturgeragogik und ist u. a. im Kulturrat NRW aktiv.

Kunstgeragogin, Bildende Künstlerin und Dozentin

Ich bin Fachkrankenschwester für Intensivmedizin und Anästhesie und arbeitete über 35 Jahre auf einer Intensivstation. Dort erlebte ich, wie Musik Menschen mit neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen unterstützen kann. 2018 gründete ich mit einem Musiker den Verein Weltkulturbühne e. V. in Köln. Wir arbeiten mit Menschen mit Migrationshintergrund, v. a. aus Anatolien. Ich mache eine Weiterbildung zur Kulturgeragogin und bin wöchentlich im SBK Köln-Mülheim tätig.

Birgit Hauska ist Kuratorin für Kurzfilm und Medienkunstvermittlung. In den 1990er Jahren initiierte sie die Tanzfilmsammlung für das Deutsche Tanzarchiv. Bis 2004 arbeitete sie in internationalen Programmbeiräten und Wettbewerben zu Tanz in den Medien mit und war Co-Kuratorin von „tanzmedial“. Heute leitet sie die Medienkunstvermittlung der SK Stiftung Kultur Köln (Kurzfilm, Fotografie, partizipative Generationen-Labore). Ihre intergenerationellen Projekte wurden vielfach ausgezeichnet.

Clara Hense studierte Medienkulturwissenschaft und Psychologie und arbeitete im Projektmanagement und der Öffentlichkeitsarbeit für mehrere Filmfestivals und eine nachhaltige Veranstaltungsagentur. Nach ihrem Volontariat bei das Kulturgetriebe e.V. ist sie nun Weiterbildungsreferentin und Kulturmanagerin sowie leidenschaftliche Netzwerkerin und Organisationsentwicklerin.

Dr.in phil. Miriam Haller ist kulturwissenschaftliche Alterns- und Bildungswissenschaftlerin. Sie lehrte u. a. an den Universitäten Köln, Wien und Frankfurt sowie an der FH Münster zu Kulturgerontologie, Erwachsenenbildung, Geragogik und Kulturgeragogik. Nach fast zwei Jahrzehnten in Geschäftsführung und Leitung des Gasthörer- und Seniorenstudiums sowie des Center for Aging Studies der Universität zu Köln verantwortet sie seit 2019 den Bereich Forschung am Kompetenzzentrum kubia in Köln.

Imke Nagel ist Dipl. – Kulturpädagogin (Universität Hildesheim) und zertifizierte Kulturgeragogin. Sie arbeitet seit 2015 als Bildungsreferentin für das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung und inklusive Kultur (kubia). Dort ist sie für die kulturgeragogischen Weiterbildungsangebote und den Fonds Kulturelle Bildung im Alter verantwortlich.

Katrin Monnerjahn ist Diplom-Kulturwissenschaftlerin, Kulturmanagerin und Gerontologin. Sie arbeitete in kultureller Bildungsarbeit, Projektentwicklung und als Projektmanagerin in der Altenhilfe – mit Fokus auf soziokulturelle Praxis, Biografiearbeit, Partizipation und individuelle Lebensgeschichten. 2024 machte sie sich als dokumentarische Fotografin und Erinnerungsgestalterin selbstständig, begleitet Familien lebensphasenübergreifend und gibt Workshops.

Hans Hermann Wickel studierte Musik sowie Musikwissenschaft, Romanistik und Pädagogik in Münster und promovierte zum Dr. phil. 1988 übernahm er eine Dozentur für Musiktheorie an der Musikhochschule Münster. 1995–2020 war er Professor für Musikpädagogik/Musik in der Sozialen Arbeit an der FH Münster. 2009–2024 war er 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik, Autor mehrerer Fachbücher und leitet weiterhin die Weiterbildung Musikgeragogik.

Marlis Marchand ist Sozialpädagogin und Musiktherapeutin. Seit 2001 betreibt sie eine Praxis in Münster mit Anbindung an Institutionen der Rehabilitation, der stationären Altenhilfe und Gerontopsychiatrie. Sie ist Dozentin im Weiterbildungsbereich Musikgeragogik der FH Münster und Autorin des Praxisbuches: „Gib mir mal die große Pauke…“ Musikalische Gruppenarbeit im Alten- und Pflegeheim.

Sophie Voets-Hahne arbeitet seit 2012 freiberuflich als Kulturgeragogin/Kunstpädagogin in Düsseldorf. Sie entwickelt Projekte zum Abbau von Barrieren zwischen älter werdenden Menschen und Kunst und Kultur, u. a. mit dialogischer Kunstbetrachtung und Biografiearbeit. In der Arbeit mit Sinti und Roma engagiert sie sich für Antidiskriminierung und Diversität.

Isabell Rosenberg studierte Literatur- und Kulturwissenschaften an der TU Dortmund. Seit Frühjahr 2022 arbeitet sie bei kubia in Köln im Bereich inklusive Kultur. Sie berät Kulturinstitutionen in NRW und Akteur:innen der Freien Szene spartenübergreifend zu Barrierefreiheit und Inklusion auf Basis des von kubia mitentwickelten Vorgehensmodells Barrierefreiheit. Zudem berät sie Künstler:innen und Kulturakteur:innen zu Unterstützungsleistungen für Teilhabe am Arbeitsmarkt.

Silke Z. entwickelt seit 1999 mit ihrem altersgemischten Ensemble über 40 Tanzproduktionen im In- und Ausland und tourt u. a. in Europa, Südafrika, den USA und Kanada. Ihre Arbeiten wurden national und international ausgezeichnet, u. a. bei den Berliner Tanzfestspielen, mit Kölner Tanzpreisen sowie Nominierung für DER FAUST. Sie gründete und leitet die ehrenfeldstudios in Köln, eine intergenerative, inklusive Produktions- und Spielstätte für zeitgenössischen Tanz, sowie das Netzwerk studiotrade.

Stefanie Jerz arbeitet seit 2007 in der Biografiearbeit und unterstützt Menschen dabei, ihre Lebensgeschichten als Buch oder Theaterstück umzusetzen. Sie ist Autorin von Lyrik, Bühnenstücken, Kurzgeschichten und Rezensionen. 2019 absolvierte sie bei kubia die Weiterbildung zur Kulturgeragogin (FH Münster) und arbeitet seither bei der AWO Duisburg/Familienbildung mit intergenerativen, inklusiven Projekten, u. a. im Mehrgenerationenhaus. Seit 2022 ist sie kubia-Dozentin für Biografisches Schreiben

Jan Hochkamer legt den Fokus in den Erziehungswissenschaften auf systemische Beratung und Erwachsenenbildung. Seit 2016 ist er Mitglied im Vorstand von ArtAsyl e.V. und seit dem Jahreswechsel 2020 Geschäftsführer des Kölner Instituts für Kulturarbeit und Weiterbildung. Als Leiter des Instituts verknüpft er die Pädagogik und die Kultur in Praxis und Lehre.
, Niedersachsen
Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, , Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
Der Kulturgetriebe e.V. ist ein seit Jahrzehnten in Köln verankerter gemeinnütziger Verein, der sich für kulturelle Bildung, künstlerische Praxis und die Förderung von Kulturprojekten in der Stadt und der Region einsetzt.
Als Träger des Instituts für Kulturarbeit und Weiterbildung bietet der Verein ein breites Spektrum an praxisnahen Seminaren, Workshops und Weiterbildungen in den Bereichen Kulturvermittlung, Kulturmanagement, Kunstpädagogik, Museumspädagogik, Kulturproduktion und kulturgeragogischen Arbeitsfeldern an. Dabei stehen stets kreative Teilhabe, fachliche Qualifizierung und die konkrete Umsetzung künstlerischer und kulturpädagogischer Kompetenzen im Mittelpunkt.
Das Kulturgetriebe versteht sich als lokales Zentrum für Kulturarbeit: Es fördert kreative Projekte, kulturelle Initiativen und Einzelakteur:innen durch Beratung, Netzwerkarbeit und die Bereitstellung von Räumen wie dem Gemeinschaftsatelier Getriebe147 und weiteren flexibel nutzbaren Werkstatt- und Seminarflächen. Damit schafft der Verein Orte, in denen kreative Ideen wachsen, kollaborative Prozesse entstehen und kulturelle Formate gemeinschaftlich entwickelt werden können.
Als anerkannter Weiterbildungsträger nach dem Weiterbildungsgesetz NRW (LQW-zertifiziert) legt das Kulturgetriebe großen Wert auf Qualität und Praxisbezug seiner Bildungsangebote. Die Weiterbildungen verbinden theoretisches Wissen mit direkter Anwendung, reflektieren kulturelle Teilhabe und vermitteln Fachwissen, das in institutioneller Kulturarbeit, kultureller Bildung und sozialen Projekten konkret nutzbar ist.
Der Verein begleitet mit seiner Expertise Kulturakteur:innen, Sozial- und Bildungsträger, fördert Vernetzungsprozesse innerhalb der Kölner Kulturlandschaft und unterstützt die Entwicklung innovativer, niedrigschwelliger Projekte, die Kultur und Teilhabe für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich machen.
Der Veranstalter beantwortet gerne Ihre Fragen per Telefon oder E-Mail.
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Der Veranstalter sendet Ihnen gerne weitere Details zum Kurs sowie alle benötigten Antragsunterlagen für Ihren Arbeitgeber zu.
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