In dem phantastischen Licht Südfrankreichs durchstreifen wir die überraschend vielfältigen Landschafts- und Vegetationstypen des Languedoc. Unter anderem besuchen wir das Ranquas, ein von unseren Partnern geschaffenes Naturschutzgebiet im Sérannegebirge am Rande der Cevennen. Es ist Zufluchtsort seltener Tier- und Pflanzenarten und Durchzugspassage für den Vogelflug. Wir stellen es mit seinen Waldbau- und Biotopmaßnahmen als eine Möglichkeit zukünftigen Landschaftsschutzes vor.
Mit Experten vor Ort untersuchen wir die aktuellen Tendenzen der ökonomischen und demographischen Strukturen in der Region und betrachten Probleme der europäischen Umweltpolitik, besonders der Wasserversorgung. Unterschiedliche Umweltpolitik und unterschiedliches Verhalten, wie z. B. bei der Jagd, werden als Niederschlag der jeweiligen Geschichte bei der Herausbildung der beiden Nationalstaaten verständlich und führen zu Überlegungen, welche Faktoren bei einer europäischen Umweltpolitik zu berücksichtigen sind.
Untergebracht und versorgt werden wir in einem kleinen Seminarhaus in St. Jean im Buègestal, einem kleinen Seitental der Hérault Schluchten. Auf Grund der sehr großen Nachfrage in den letzten Jahren bieten wir zwei Termine an.
Termin: 2.5.–9.5.2026 und 26.9.–3.10.2026
Ort: St. Jean de Buèges
Gebühr: 695 Euro
Leistungen: 7 Übernachtungen im DZ mit Etagenduschen (gegen Aufpreis sind EZ und DZ mit eigenem Bad erhältlich), französische Vollpension, Exkursionen, Seminarleitung, Seminarmaterial, Versicherungen, Reisepreissicherungsschein, Vorbesprechung
Corona-Hygiene-Konzept-Ergänzung: Wir halten uns offen, im Bedarfsfall unsere Corona-Konzepte anzuwenden.
Über uns
Seit 1984 bieten wir Bildungsurlaube mit den thematischen Schwerpunkten Pädagogik, Umweltpolitik, Ökologie und Naturschutz im Rahmen der politischen Bildung an. Es geht uns darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Politik so gestaltet werden kann, dass menschliches Wirken auf diesem Planeten zukunftsfähig und dauerhaft ausgerichtet werden kann. Wir versuchen, anhand positiver Beispiele zu zeigen, welcher Reichtum an Natur noch existiert, von welchen Konflikten Natur und Ökologie bedroht sind, und wie Schutzstrategien sinnvoll umgesetzt werden können.
In diesem Spannungsfeld möchten wir in unseren Bildungsurlauben mit den Teilnehmern erarbeiten, welche Möglichkeiten wir heute immer noch haben, um uns an dieser Auseinandersetzung politisch zu beteiligen. Dazu gehört im Rahmen der politischen Bildung, dass wir in ausgesuchten naturnahen Regionen mit Fahrrädern, Kanus oder zu Fuß unterwegs sind, Natur sinnlich erleben, und uns mit den politischen Konflikten, wie und von wem Natur genutzt werden soll, beschäftigen.
In der direkten Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt versuchen wir in vielen Gesprächen mit Fachleuten vor Ort, einen Zugang zu den Themen Ökologie, Naturschutz und Umweltpolitik zu finden. Diese Herausforderung betrifft uns alle, egal, welcher Arbeit wir nachgehen, egal, welchen Status wir in unserer Gesellschaft haben. Bildungsurlaub soll gerade denen Möglichkeiten zur politischen Bildung eröffnen, denen aufgrund ihrer sonstigen Verpflichtungen am Arbeitsplatz wenig Zeit für Politik zur Verfügung steht. Dabei hat aber niemand ins Gesetz geschrieben, dass Bildung nicht auch Freude machen darf! Wir versuchen, unsere Seminare so zu gestalten, dass Bildung als ein wichtiges Lebensziel wieder attraktiv für alle wird.