Der Kurs führt Sie in gebräuchliche Anwendungen des Lehmbaus insbesondere in der Denkmalpflege und Sanierung ein. Zudem geht es um den Erhalt und die Reparatur von Bauteilen und die Wiederverwendung von Baustoffen. Ausgehend vom Fachwerkhaus lernen Sie traditionelle Lehmbautechniken kennen.
Der Baustoff Lehm ist seit seiner Wiederentdeckung durch die „Ökobewegung“ in den 1980er Jahren von außen in das Innere der Häuser gewandert. Ging es anfangs um einen Pelz aus ökologischen Dämmstoffen, treibt uns heute auch die Sorge um ein gutes Raumklima um. Ökologisches Bauen erfreut sich immer größerer Beliebtheit, schließlich ist es nachhaltig und wohngesund. In diesem Kurs bekommen Sie Grundkenntnisse zum ökologischen Bauen und erhalten einen Eindruck von der aktuellen Entwicklungen bei Lehmbauprodukten.
Ausgehend vom Fachwerkhaus lernen Sie traditionelle Lehmbautechniken kennen: Ausfachungen mit Strohlehmbewurf auf Weidengeflecht, mit Lehmwickeln und Lehmsteinen sowie das Erstellen einer Vorsatzschale aus Leichtlehm, um die Wärmedämmung im Zuge von Sanierungen zu erhöhen.
Es geht um mögliche Anwendungen in der Denkmalpflege und Sanierung, um den Erhalt und die Reparatur von Bauteilen und die Wiederverwendung von Baustoffen. Sie werden u.a. auch Mischungen aus Gruben- oder Baulehm und Zuschlagstoffen selbst herstellen.
Praktische Erfahrungen mit dem Baustoff Lehm in der Werkstatt werden ergänzt durch eine Führung im Lehmmuseum Gnevsdorf.
Lernziele / Ergebnisse
DQR-Niveau: Kompetenzstufe 2
Sie erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten zu:
Organisation / Rahmenbedingungen
Dozentin: Irmela Fromme, Werkstatt für Lehm- und Feinputze, Berlin/Bremen
Kursdauer: 22 Stunden
Kursgröße: 12 Personen
Kurskosten: 595 € zzgl. 118 € Verpflegung (inkl. gesetzl. USt.). Frühbucherrabatt bis 11.05.2026.
Anmeldeschluss: 25.07.2026
Über uns
Ausgehend von einer unbedarften Sanierung eines alten Fachwerkhauses, haben wir uns als Europäische Bildungsstätte für Lehmbau über Jahrzehnte hin zu einer Expertin in Sachen ökologisches Bauen und Sanieren entwickelt. Bald war uns klar, dieses Wissen und die praktischen Fähigkeiten wollen wir weitergegeben. Hierzu haben wir über die Jahre ein spannendes Netzwerk mit europäischen Partnern aufgebaut und gemeinsam verschiedene Bildungsformate entwickelt.
Als lernende Organisation zum ökologischen Bauen befähigen
In den vielen Kursen, die hier in Wangelin und bei unseren europäischen Partnern bereits stattfanden, haben wir viel über eine gelungene Wissensvermittlung gelernt und unsere eigene Lernkultur entwickelt. Wichtig ist uns zum Beispiel, dass Teilnehmer*innen ihren individuellen Zugang zu den Lerninhalten entdecken können und damit ausgelassen experimentieren. Darüber hinaus verstehen wir Lehrende und Lernende eines Kurses als Partner*innen.
Als ein Zentrum des ökologischen Bauens ist es uns wichtig, das Bewusstsein für Ökologie und Nachhaltigkeit im Baubereich zu erhöhen. Wir wollen interessierte Menschen dazu befähigen und ermutigen, eigenverantwortlich mit ökologischen Baustoffen zu bauen.
Altes Wissen und neue Techniken an Kinder, Familien, Laien und Experten vermitteln
Inhaltlich vermitteln wir in unseren Kursen Fachwissen und -techniken zu aktuellen Entwicklungen im ökologischen Bauen (Lehmbau, Lehmputz, Strohballenbau, Innendämmung, Lehmofenbau, Tadelakt etc.) sowie zu traditionellen Bauweisen (Reetdachdeckung, Trockenmauerbau, traditionelles Bauen mit Lehm und Kalk).
Dabei richten sich unsere Angebote an erwachsene Person (mit und ohne Vorkenntnisse), aber auch teilweise an Kinder und Jugendliche oder die ganze Familie. Spielerisch und einfach führt das Lehmmuseum im Nachbardorf Gnevsdorf übrigens auch jeden Lehm-Laien an das spannende und vielschichtige Thema heran.
Während des Aufenthaltes bei uns lädt auch der benachbarte Wangeliner Garten mit seinem großen Schaugarten, Café und Lehmgebäuden zum Flanieren und Verweilen ein. Hier können Sie bei Bedarf auch eine Unterkunft für die Zeit Ihres Kurses und darüber hinaus buchen.