Menschenwürde und Scham in psychosozialen Arbeitsbeziehungen

Barrierefrei
Sa. 14.11. – So. 15.11.2026
Vallendar
Max. 20 Gruppengröße
260 € Gebühr
Veranstalter: ISTN Koblenz
5 Bildungsurlaube insgesamt2 aktuelle Starttermine
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Beschreibung

„Scham, eine tabuisierte Emotion, kann in jeder zwischenmenschlichen Begegnung akut werden.“

(Dr. Stephan Marks)

Sätze wie: „Ich schäme mich vor dir“, „Ich schäme mich für dich“, „Habe ich dich beschämt?!“, „Ich fühle mich beschämt von dir“ sind kaum sprechbar. Schämen wir uns, fühlen wir uns nicht selten überflutet, sind vielleicht „blockiert“. Die Realisierung des Erlebten ist anschließend nur langsam und mit Zeit und zunehmendem Abstand möglich.
Das starke Gefühl der Scham begegnet uns aber auch in Momenten psychosozialer Arbeit. Können wir diese Momente wahrnehmen oder erkennen? Niemand möchte gerne an schambesetzte Situationen erinnert werden. Wir alle vermeiden dieses starke Erleben und wir haben als Kinder gelernt: „Du brauchst Dich doch nicht schämen!“ – , um damit dieses wichtige, existenziell bedeutsame Gefühl zu tabuisieren.

Als Verantwortliche für die Gestaltung von professionellen zwischenmenschlichen Begegnungen geht es in diesem Seminar um die vorsichtige Spurensuche zu den Wahrnehmungsmöglichkeiten einer tabuisierten Emotion, der Scham.

Offenes Seminarangebot für interessierte Kolleg*innen aus den Bereichen Erziehungshilfe, Soziale Arbeit, Pflege, Schule, Beratung und Therapie.

Zielgruppe

psychosozial Tätige, Bildungsbereich

Vorkenntnissse

beruflich erfahren

Anerkennung als Bildungsurlaub

Liegt vor für
Rheinland-Pfalz

Kursort

Der Bildungsurlaub findet statt in Vallendar

Veranstalter

logo ISTN Koblenz

ISTN Koblenz

5 Bildungsurlaube insgesamt2 aktuelle Starttermine

Das Institut für Systemische Beratung, Therapie und Supervision (ISTN) wurde 1999 in Koblenz gegründet. Seit 2003 ist das Institut institutionelles und seit 2014 akkreditiertes Mitgliedsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. (DGSF). Seit 2003 sind unsere berufsbegleitenden systemischen Weiterbildungsgänge von der DGSF anerkannt.

Zu unserem Selbstverständnis und unserer Qualitätspolitik gehört die Ausrichtung unserer Weiterbildungen auf die fachwissenschaftliche Diskussion. Unter anderem laden wir regelmäßig Fachkolleg*innen zur Fortbildung und zum fachlichen Austausch in die Region ein. In erster Linie sind die Fort- und Weiterbildungsteilnehmenden im ISTN Koblenz unsere Kunden. In zweiter Linie sind diese auch verbunden in einem Netz mit Kolleg*innen, Leitungskräften, Einrichtungen, Kostenträgern und Institutionen. Die Auftragslagen dieser „Netze“ sind in der Regel die Unterstützung und Beratung von Klienten, Patienten, zu Betreuenden, Familien, Gruppen, Teams und Institutionen – mit dem Ziel beispielsweise eine Steigerung der individuellen und/oder gemeinsamen (Selbst-)Wirksamkeit erreichen zu können. Nach unserem Kundenverständnis gehören neben den Teilnehmenden letztlich alle Beteiligten zu unseren Kund*innen.

Die erfolgreiche berufliche Handlungsfähigkeit unserer Weiterbildungsteilnehmenden treibt uns an. Berufliche Wirksamkeit führt zum Erhalt des Arbeitsplatzes und zur beruflichen Weiterentwicklung. Der Arbeitsmarkt zeigt uns die Notwendigkeit von systemischen Vorgehensweisen für Kolleg*innen in psychosozialen Arbeitsfeldern. 

Wir sind sehr dankbar, an den individuellen Prozessen der beruflichen Weiterentwicklung der Teilnehmenden mitwirken zu dürfen.

Grundverständnis

In der Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren, Familien, Teams und Organisationen werden Berater*innen und Therapeut*innen alltäglich mit kaum überschaubaren Konstellationen konfrontiert. Dies erfordert ein hohes Maß an Sensibilität im Umgang mit einer Vielfalt von Kontexten. Diese Kontexte wahrzunehmen und sie als Berater*in oder Therapeut*in einbeziehen zu können, bedeutet für uns systemisch zu handeln. Sich in dieser Weise erschließende Handlungsmöglichkeiten für den/die Berater*in und den/die Therapeuten/in erzeugen im zweiten Schritt Möglichkeiten und Optionen für Klient*innen und Gesprächspartner*innen.

Ziel professionellen Handelns ist die Unterstützung und Förderung der Selbstwirksamkeit der zu Beratenden. In der Begegnung mit nicht selten ausweglos erscheinenden Lebenssituationen von Klient*innen ist die Wirksamkeit des Beratungs- oder Therapieprozesses zentral. Therapeut*innen und Berater*innen benötigen hierfür unterschiedlichste Handlungsoptionen und Möglichkeiten. Dies zu erreichen, ist das Ziel unserer Weiterbildungen.

Heinz von Foerster bringt das in seinem ethischen Imperativ wie folgt zum Ausdruck:

„Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!“

In unseren Weiterbildungen werden die Grundlagen systemischen Denkens für die praktische Arbeit in unterschiedlichen Arbeitskontexten entwickelt.

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Info-Tel. zum Kurs.: 01774072446
Kursnummer für Anfragen: 6974/3371/25
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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte drirekt über die Kontaktfunktion oder telefonisch.
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