Ziel des Seminars ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sozialen Diensten, Familienbildung und weiteren Interessierten, die mit Anfragen zur Sterbeassistenz konfrontiert werden, Hintergrundinformationen zur aktuellen Gesetzgebung sowie Empfehlungen für die Praxis zu geben.
Wenn ein Mensch stirbt, sind auch andere Menschen der Familie, des Freundeskreises etc. betroffen. Wie kann eine achtsame Sterbebegleitung aussehen, die sowohl den Sterbenden als auch die Angehörigen im Blick hat? Wie kann man die Ressourcen der Betroffenen erkennen und fördern? Im Seminar wird die Marte Meo Methode vorgestellt. Sie konzentriert sich auf Interaktionsmomente und passt sich den beteiligten Personen und ihren Alltagssituationen an. Dabei richtet sich der Blick vor allem auf vorhandene Ressourcen und auf die Botschaft, die hinter einem Verhalten steht.
In Deutschland leben und sterben Menschen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen, Religionen und Sprachen. Daher ist ein weiterer Schwerpunkt des Seminars die kultursensible Hospizarbeit. Was können Begleitende tun, was förderlich für die Patienten und Angehörige ist, wenn sie mit anderen Wertvorstellungen und Traditionen im letzten Lebensabschnitt konfrontiert sind?
In existentiellen Erfahrungen des Lebens verdient die spirituelle Dimension Beachtung. Sie ist eine wichtige Ressource für den Sterbenden selbst und ebenso für die Zugehörigen auf den letzten Wegen und besonders hilfreich, wenn Sinnfragen im Raum stehen.
Der Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Gruppen und engagierten Einzelnen ist wichtiger Bestandteil der Veranstaltung.
Referentinnen sind: Judith Kohlstruck, Maria Stijohann, Kathrin Jahns.
* Trägeranerkennung: Die inhaltliche Prüfung erfolgt durch den Arbeitgeber.
Über uns
Die HEGGE wurde im Herbst 1945 im ostwestfälischen Willebadessen-Niesen gegründet von Prof. Dr. Theoderich Kampmann und dem Gründerkreis der HEGGE-Gemeinschaft, einer kleinen katholischen, benediktinisch geprägten Frauenkommunität, die sich Bildungsarbeit zur gemeinsamen Lebensaufgabe gemacht hat.
Unsere Themen
Auf verschiedenen Wegen einer christlichen Erwachsenenbildung – direkt wie indirekt, intellektuell wie spirituell und musisch – versucht die Hegge, den Einzelnen existenziell zu unterstützen und Orientierung zu vermitteln. Die Hegge ist ein Ort der Begegnung und Verständigung für Menschen, die sich ihrer Verantwortung in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft vergewissern möchten. So geht es darum, Werthaltungen zu entwickeln, notwendige Fragen zu diskutieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. Die Hegge will Christen zur Glaubensvertiefung verhelfen und sie zur Mündigkeit in ihrer Lebensgestaltung sowie in ihrem kirchlichen Engagement befähigen.
Die Angebote an Tagungen, Wochenendseminaren und Bildungswochen greifen aktuelle Fragen auf, etwa aus den Bereichen Politik und Recht, Philosophie und Literatur, Theologie und Kirche, oder knüpfen an die Erfahrungen einzelner Berufsgruppen an, z.B. in Medizin, Sozialarbeit, Pädagogik, Kunst, oder gehen schließlich von dem aus, was viele Einzelne für sich brauchen und suchen.
Verantwortlich für die Bildungsarbeit ist der Konvent der HEGGE-Frauen zusammen mit dem pädagogischen Team sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Lage
Das Haus liegt in einem 8 ha großen Park und verfügt über mehrere Vortragsräume mit aktueller Seminarausstattung. Für unsere Veranstaltungen stehen Zimmer für ca. 40 Personen zur Verfügung.
So ist die Hegge zu erreichen :
MIT DEM AUTO: von Paderborn über die Bundesstraße 64 bis Abzweig Buke/Scherfede, von dort (Richtung Neuenheerse) über Willebadessen und Niesen zur HEGGE (35 Minuten); von der Autobahn A 44, Ausfahrt Warburg, weiter auf B 252 in Richtung Brakel, vorbei an Peckelsheim über Niesen zur HEGGE (20 Minuten). Bei Navigationssystemen ist „Willebadessen, Hegge 4“ einzugeben.
MIT DER BAHN: über die Bahnhöfe Warburg/W. und Brakel, Kr. Höxter. An beiden Bahnhöfen gibt es Taxen. Ab Bahnhof Brakel fährt der Bus R72 bis Niesen. Angemeldete Gäste werden mit einem Wagen der HEGGE gegen Entgeld vom Bahnhof Warburg/Westf. abgeholt.
MIT DER BAHN UND FAHRRAD: von den Bahnhöfen Willebadessen (11 km), Brakel (13 km), Warburg (20 km).
HOLIBRI: Ab Bahnhof Willebadessen gibt es ein Anruf-Sammel-Taxi bis Niesen-Kirche. Von dort holen wir Sie kostenlos ab. Spätestens eine Stunde vor Ankunft unter 05251-2930400 bestellen!
Gerne schicken wir Ihnen unser Programm als Flyer zu.