Ziel des Seminars ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sozialen Diensten, Familienbildung und weiteren Interessierten, die mit Anfragen zur Sterbeassistenz konfrontiert werden, Hintergrundinformationen zur aktuellen Gesetzgebung sowie Empfehlungen für die Praxis zu geben.
Wenn ein Mensch stirbt, sind auch andere Menschen der Familie, des Freundeskreises etc. betroffen. Wie kann eine achtsame Sterbebegleitung aussehen, die sowohl den Sterbenden als auch die Angehörigen im Blick hat? Wie kann man die Ressourcen der Betroffenen erkennen und fördern? Im Seminar wird die Marte Meo Methode vorgestellt. Sie konzentriert sich auf Interaktionsmomente und passt sich den beteiligten Personen und ihren Alltagssituationen an. Dabei richtet sich der Blick vor allem auf vorhandene Ressourcen und auf die Botschaft, die hinter einem Verhalten steht.
In Deutschland leben und sterben Menschen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen, Religionen und Sprachen. Daher ist ein weiterer Schwerpunkt des Seminars die kultursensible Hospizarbeit. Was können Begleitende tun, was förderlich für die Patienten und Angehörige ist, wenn sie mit anderen Wertvorstellungen und Traditionen im letzten Lebensabschnitt konfrontiert sind?
In existentiellen Erfahrungen des Lebens verdient die spirituelle Dimension Beachtung. Sie ist eine wichtige Ressource für den Sterbenden selbst und ebenso für die Zugehörigen auf den letzten Wegen und besonders hilfreich, wenn Sinnfragen im Raum stehen.
Der Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Gruppen und engagierten Einzelnen ist wichtiger Bestandteil der Veranstaltung.
Referentinnen sind: Judith Kohlstruck, Maria Stijohann, Kathrin Jahns.