Gesellschaften stehen unter Druck: Polarisierung, wachsende Partisanität und verhärtete Fronten prägen den öffentlichen Diskurs. Abweichende Meinungen werden seltener gehört, konstruktive Auseinandersetzungen seltener geführt. Doch eine demokratische Gesellschaft lebt vom Streit, vom Widerspruch, vom Zuhören, vom Ringen um gemeinsame Entscheidungen – im Kleinen wie in der Familie oder im Großen in der Gesellschaft.
Mit der Methode Deep Democracy lernen wir, wie echte Zusammenarbeit und Beteiligung auch in schwierigen Situationen gelingen kann: wenn Meinungen stark auseinandergehen, alte Machtstrukturen in Frage stehen oder es um Identität, Diskriminierung oder Zugehörigkeit geht. Dabei geht es nicht darum, menschenverachtende Haltungen zu legitimieren, sondern mit Spannungen, Widerspruch und auch schmerzhaften Themen so umzugehen, dass Beteiligung, Verantwortung und Beziehung möglich bleiben.
Gemeinsam erproben wir, wie Konflikte benannt, ausgehalten und gelöst werden können, ohne Ausgrenzung oder Vereinfachung.
Was erwartet die Teilnehmenden?
- Einblicke in acht praktische Werkzeuge für Gesprächsführung, Entscheidungsfindung und Konfliktbearbeitung
- Methoden zur Förderung inklusiver, psychologisch sicherer Räume, auch bei Themen wie Rassismus, Macht der Weltanschauung
- Reflexion über eigene Rolle im Umgang mit Spannung, Widerspruch und Verantwortung
- Austausch über Strategien für mehr Beteiligung und Konfliktresilienz
- Übungen, Gespräche und kleine Experimente, um demokratische Auseinandersetzung erlebbar zu machen