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Auf dieser Reise möchten wir Ägypten im Spannungsfeld zwischen seiner historischen Bedeutung und aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen erkunden: In der Megacity Kairo, am Roten Meer und im Niltal beschäftigen wir uns sowohl mit der jahrtausendealten Geschichte und Kultur des Landes als auch mit aktuelleren Entwicklungen. Im Fokus stehen dabei Themen wie das urbane Wachstum, das insbesondere in Kairo zu einem großen Problem geworden ist, aber auch die sozialen sowie politischen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte. Gespräche mit einheimischen Akteuren und Expert*innen bieten dabei vielfältige Einblicke in die Lebensrealitäten, sozialen Strukturen und politischen Fragestellungen, die das moderne Ägypten prägen.
Wir beginnen die Reise in der Millionenmetropole Kairo, die bereits im Mittelalter eine der größten Städte der Welt war und es mit über 20 Millionen Einwohner*innen auch heute noch ist. Neben den historischen Wurzeln der Region, die bis in die pharaonische Zeit zurückreichen, beschäftigen wir uns hier besonders viel mit den aktuellen Herausforderungen Ägyptens und dem grundlegenden, sich immer schneller vollziehenden Wandel, der im ganzen Land spürbar ist. Vor allem das rasante Bevölkerungswachstum, die dadurch entstehende Wohnungsnot und die Verkehrsproblematik sind dabei bedeutsam.
In persönlichen Begegnungen mit Menschen und Organisationen, lernen wir mehr über die Möglichkeiten, den sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnten und den daraus entstandenen Herausforderungen aktiv zu begegnen. Ein Beispiel hierfür ist die Organisation SEKEM, die die landwirtschaftliche Nutzung der Wüste vorantreibt; ein anderes die neue Verwaltungshauptstadt, die nahe bei Kairo gebaut wird.
Neben der neuen Verwaltungshauptstadt werden wir auf unserem Weg aus Kairo Galala City - eine weitere Stadt mitten im Nirgendwo, die exemplarisch für Ägyptens räumliche Entwicklung steht - kennen lernen. An beiden Orten beschäftigen wir uns mit Fragen zu Landbesitz und Vermögen, der politischen Instrumentalisierung von Infrastrukturprojekten sowie mit der Nutzung knapper natürlicher Ressourcen. Nach einem kurzen Stopp an der Küste des Roten Meers führt uns die Reise zu Klöstern, die mitten in der Wüste liegen und als zwei der ältesten Rückzugsorte für Christen, bzw. und als Wiege des Mönchtums gelten. Wir erleben die spirituelle und religiöse Bedeutung dieser Stätten, die seit Jahrhunderten das Leben und die Geschichte Ägyptens prägen, und in fundamentalem Gegensatz zur Gigantomanie der heutigen Infrastrukturprojekte stehen.
Von der Wüste begeben wir uns in die Kulturlandschaft des Niltals. Im Angesicht beeindruckender antiker Stätten und Monumente in Luxor und im weniger bekannten Armana erkunden wir die Funktion des Nils als Transportweg und Wasserquelle für das ganze Land und erfahren mehr darüber, wie diese Funktion aufgrund von Umweltveränderungen und Staudammprojekten stromaufwärts zunehmend in Gefahr ist. Darüber hinaus werden in Luxor auch mehr über die Herausforderungen des Massentourismus und andere soziale und wirtschaftliche Probleme in Oberägypten lernen.
Mehr Informationen hier: www.alsharq-reise.de/de/tour/studienreiseagypten112026
Alsharq Reise
Alsharq bietet Studienreisen und digitale Formate mit einem politischen und gesellschaftlichen Fokus.
Begleitet von unserem engagierten jungen Team ermöglichen die Reisen und digitalen Veranstaltungen einzigartig persönliche Einblicke in die facettenreichen Gesellschaften Westasiens, Nordafrikas, in postmigrantische Strukturen in Deutschlad und darüber hinaus. Unsere Programme verbinden Politik, Kultur und Natur und leben von vielfältigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort.
Differenzierte Einblicke und Multi-Perspektivität
Die gesellschaftlichen und politischen Realitäten der Zielländer stehen im Fokus unserer Reisen. Wir wollen eine differenzierte Sichtweise auf unsere Zielregion vermitteln. Dabei verfolgen wir den Anspruch, dass die Teilnehmenden bestehende Meinungsbilder hinterfragen und sich mit neuen Perspektiven möglichst unvoreingenommen auseinandersetzen.
Begegnungen im Vordergrund
Dies versuchen wir insbesondere durch Begegnungen und Diskussionen mit Menschen vor Ort zu erreichen. Dabei verfolgen wir den Anspruch, die Sichtweisen sowohl von “ganz normalen Menschen” als auch von Politiker*innen, Akademiker*innen und Aktivist*innen kennenzulernen. Ebenso versuchen wir, den Teilnehmenden sowohl städtische als auch ländliche Kontexte näher zu bringen. Stets ist es unser Anspruch, mit den Gesprächspartner*innen und natürlich auch mit den Teilnehmenden auf Augenhöhe zu interagieren.
Durch die Begegnungen wollen wir nicht nur Realitäten vor Ort besser verstehen, sondern in einen Austausch treten. Ziel ist auch, dass aus Begegnungen Kooperationen entstehen, siehe Punkt Intendierter Impact.
Vielfalt an Formaten
Wir versuchen, den Teilnehmenden die sozialen und politischen Realitäten mit möglichst vielfältigen Formaten zu vermitteln: Vorträge, Expert*innengespräche, Diskussionen, Stadtrundgänge, Wanderungen oder auch Kochkurse mit lokalen Familien sind nur einige Beispiele dafür, mit welchen unterschiedlichen Methoden wir Inhalte vermitteln möchten.