Umgang mit Trauma. Seminar zur Sensibilisierung für Traumatisierungen

Barrierefrei
Mit Übernachtung
Mo. 26.10. – Do. 29.10.2026
Bad Bevensen
Flexibel Gruppengröße
430 € Gebühr
Veranstalter: GSI - Gustav Stresemann Institut e.V. / Bad Bevensen
200 Bildungsurlaube insgesamt20 aktuelle Starttermine
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Beschreibung

Preis inkl. Ü/VP. 

Nicht nur durch traumatisierende Ereignisse wie Krieg, Flucht und Vertreibung, welche die Menschen in Europa und der Welt aktuell geopolitisch besonders stark beschäftigen, entsteht in der Gesellschaft immer mehr ein Bewusstsein dafür, dass Traumata existieren und eine oft unvermeidbare Folge auch von politischen Entscheidungen und Entwicklungen sind. Dies trifft auch auf die unscheinbareren Umstände und Ursachen von Traumatisierungen zu – wie z.B. eine frühkindliche Verwahrlosung einhergehend mit Hunger und Durst, jegliche Form von Missbrauch und Gewalt psychischer und physischer Art, Diskriminierungen im Hilfesystem, Obdachlosigkeit und sekundärtraumatisierte Helfer*innen – die uns oftmals nicht bewusst sind, die aber am Rande unsere Gesellschaft und häufig auch transgenerativ existieren. Das Seminar gibt hierzu und zu den angrenzenden Themen wie Bindung, Bindungsstörung, Suchtprozesse und Co-Abhängigkeit einen Überblick und Einstieg.

Das Seminar zeigt zudem die dramatischen Auswirkungen von fehlender oder/und fehlerhafter Politik auf die Biographien betroffener Menschen und ihres Umfeldes und verfolgt das Ziel, diese Wechselwirkung von Politik und Biographie, Akteur*innen der Sozialen Arbeit und der Politischen Bildung sowie verwandter Fachbereiche in Form von Wissen und Kompetenzen zu vermitteln.

Einer der Schwerpunkte des Seminars wird auf der Beschäftigung mit Rassismus als sequentielles und kollektives Trauma liegen. In Bezug auf das Thema Rassismus gilt es zu bedenken, dass diese Form von struktureller Gewalt nicht nur ein singuläres (Groß-)Ereignis benötigt, um zu traumatisieren, sondern sich maßgeblich negativ durch rassistische Mikroaggressionen im Alltag auf die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Betroffenen auswirkt. Innerhalb des Seminars wird sich mit dem Thema rassistischer Stress auseinandergesetzt und warum er zum Teil in den Trauma-Diskursen keine bis wenig Beachtung findet. Wie eine rassismuskritische (Psycho-)Sozial-arbeit aussehen könnte und welche Bereitschaften es von Seiten der Helfenden braucht, wird innerhalb des Seminars diskutiert.

In der Gänze dient das Seminar der Bewusstwerdung und Vergegenwärtigung von Traumatisierung: Wie kann ich sie erkennen und helfen, auch wenn ich kein*e Therapeut*in bin? Wie kann ich traumatisierten Menschen begegnen, um im Beruf handlungsfähig zu bleiben und um nicht zu retraumatisieren bzw. mich nicht selbst als Helfer*in sekundär zu traumatisieren? Und wie kann ich darüber hinaus bei meiner Zielgruppe, mit Blick auf Themen und Methoden der Sozialen Arbeit und der Politischen Bildung, Selbstwirksamkeit erzeugen und Selbstvertretung ermöglichen, um strukturelle Diskriminierungen zu benennen?

Dieses Seminar versteht sich nicht als therapeutische Maßnahme und fungiert nicht als Selbsthilfegruppe bzw. Selbsterfahrungsgruppe. Wir arbeiten mit den Methoden der Einzel-, Paar- und Kleingruppenarbeit und nutzen die Kollektive Beratung zur Fallbesprechung.

Das Seminar findet in Kooperation mit KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not International e.V. statt.

Zielgruppe

pädagogische Fachkräfte, Erzieher- und Sozialarbeiter*innen, Multiplikator*innen der politischen Bildung, Ehrenamtliche bzw. Helfer*innen und alle, die Interesse am Thema haben.

Hinweis zum Preis

inkl. Programm, Unterkunft im Doppelzimmer und Vollverpflegung, Einzelzimmerzuschlag: 25 €/Nacht

Anerkennung als Bildungsurlaub

Liegt vor für
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Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen*
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Wird auf Wunsch beantragt für
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Kursort

Der Bildungsurlaub findet statt in Bad Bevensen

Veranstalter

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GSI - Gustav Stresemann Institut e.V. / Bad Bevensen

200 Bildungsurlaube insgesamt20 aktuelle Starttermine

Ein Ort der Bildung und Begegnung

Über uns

Das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. wurde 1975 gegründet und ist eine gemeinnützige, überkonfessionelle, überparteiliche und staatlich anerkannte Einrichtung der Jugend- und Erwachsenenbildung. Träger ist ein eingetragener Verein. Unser Ziel ist es durch unsere QM-zertifizierten Angebote zur Förderung von internationalem Dialog, Demokratie und zivilgesellschaftlichem Engagement beizutragen. In allen unseren Programmen verwirklichen wir die Grundidee, der wir uns als Heimvolkshochschule verschrieben haben: „Leben und Lernen unter einem Dach“. Wir bringen Menschen zusammen und in den Austausch miteinander.

Für seine Bildungsarbeit verfügt das Institut neben den Seminarräumen über eigene Küche, Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad und einen Speiseraum sowie eine weitläufige Außenanlage und eine Kellerbar. Zur modernen Seminarausstattung gehört selbstverständlich auch Videokonferenz-Technik, die hybride und online Seminare ermöglicht. 

Unser Programm

Jährlich finden im GSI bis zu 200 Seminare statt, die von sechs hauptamtlichen Pädagogen*innen und über 100 Gastreferent*innen betreut werden. Politische Jugend- und Erwachsenenbildung und internationaler Austausch bilden die Kernthemen des Instituts. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Teilnehmenden in berufsbezogener Qualifikation, Stärkung ihrer Kommunikationskompetenz, ihrer Gesundheit und kreativen Entfaltung. Wir bieten ein umfangreiches Programm für Mitarbeitende in KiTas sowie in Fremdsprachen an. 

Wundervolle Umgebung & leckeres Essen

… das macht das GSI außerhalb seiner hochwertigen inhaltlichen Arbeit aus. Abgeschieden am Waldrand in der Lüneburger Heide und mit ICE-Bahnhof vor der Nase liegt das GSI in einem Park mit Fluss. Durch die Unterbringung und Versorgung direkt vor Ort müssen Sie sich um nichts kümmern. Hier bekommen Sie Abstand vom Alltag, können sich auf Ihre Bildungsangebote konzentrieren und werden dabei freundlich und kulinarisch hochwertig und vielfältig versorgt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Info-Tel. zum Kurs.: 05821-955167
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