Mit Übernachtung

Argentinien - Politische Studienreise

Buenos Aires, Argentinien
10 Kurstage
Max. 15 Teilnehmer
3.189 € Kursgebühr
Ermäßigt: 2.989 €
TERMIN
Sa. 13.02. – Fr. 26.02.2027
Anmeldung möglich

Worum es geht

Argentinien ist ein Land im Umbruch. Unter der Regierung Milei erlebt das Land aktuell tiefgreifende politische und wirtschaftliche Veränderungen, die für viele Menschen mit spürbaren Einschnitten im Alltag verbunden sind. 

Gleichzeitig ist Argentinien ein Land mit einer vielschichtigen Geschichte von Migration, europäischen Einflüssen und globalen Verflechtungen. Besonders die Beziehungen zu Deutschland ziehen sich durch verschiedene Kapitel dieser Geschichte und wirken bis in die Gegenwart hinein.

Unsere Reise verbindet diese Perspektiven: Wir beschäftigen uns mit historischen Kontinuitäten und aktuellen Konflikten, etwa rund um Landrechte, Ressourcen und wirtschaftliche Interessen. Im Austausch mit lokalen Initiativen und Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern nähern wir uns den Lebensrealitäten vor Ort und fragen, welche Rolle internationale Akteure heute spielen.

  • Einführung: Zwischen Migration und Verflechtung

Trotz großer geografischer Distanz ist Argentinien eng mit Europa und besonders mit Deutschland verflochten. Migration, koloniale Gewalt und globale Wirtschaftsinteressen prägen das Land ebenso wie die aktuellen politischen Umbrüche unter der Regierung Milei, die von drastischen Kürzungen, sozialer Not und neuen Konflikten um Ressourcen begleitet werden. Diese Reise führt von Buenos Aires bis nach Patagonien und folgt den Spuren deutscher Geschichte inmitten dieser Gegenwart.

  • Buenos Aires: Deutsche Spuren und Erinnerungskultur

In Buenos Aires gehen wir den Spuren deutscher Migration nach – von jüdischen Exilgeschichten über Fluchtlinien nach 1945 bis zu den sozialen und kulturellen Räumen, die sie bis heute geprägt haben. Zugleich setzen wir uns mit der Militärdiktatur auseinander und fragen, wie Erinnerungspolitik in einer Gesellschaft funktioniert, die sich mitten in einem wirtschaftlichen und politischen Schockzustand neu sortieren muss.

  • Patagonien: Landkonflikte und Ressourcenpolitik

In Patagonien begegnen wir Mapuche Gemeinschaften, die für ihre Landrechte kämpfen und sich gegen Frackingprojekte wie in Vaca Muerta wehren – ein Konflikt, in dem auch internationale Akteure, darunter deutsche Unternehmen, eine Rolle spielen. Wir sprechen über die sozialen Folgen der aktuellen Wirtschaftspolitik, über die Auswirkungen der Schocktherapie auf indigene Gemeinden und über die Frage, wie Ressourcenpolitik gestaltet wird, wenn staatliche Unterstützung wegbricht.

  • Koloniale Kontinuitäten im Süden

Wir beschäftigen uns mit der Geschichte europäischer Siedlerinnen und Siedler im Süden des Landes und fragen, wie eng die Entstehung von Nationalparks, der Tourismus und regionale Identitäten mit kolonialer Landnahme verknüpft sind. Dabei betrachten wir sowohl die historischen Narrative als auch ihre Bedeutung für gegenwärtige Debatten über Zugehörigkeit und Territorium.

  • Begegnungen und Perspektiven vor Ort

Gespräche mit lokalen Initiativen, Aktivistinnen, Historikern und politischen Bildungsträgern eröffnen uns vielfältige Perspektiven auf ein Land, das sich zwischen gesellschaftlicher Krise und kultureller Lebendigkeit neu positioniert. Dabei nehmen wir auch die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Argentinien und Deutschland in den Blick – von der Öl und Gasförderung in Vaca Muerta über Forstwirtschaft bis hin zum Tourismus in den Nationalparks. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftspolitik fragen wir, wie sich die Bedingungen für internationale Investitionen verändern und welche konkreten Auswirkungen dies auf die Lebensrealitäten vor Ort hat. Kulturelle Einblicke und gemeinsame Reflexionen verbinden diese Perspektiven miteinander.

Zielgruppe:

interessierte Arbeitnehmer*innen

Vorkenntnisse:

keine

Dozent

Lavinia Muth
Lavinia Muth, Reiseleitung

Lavinia Muth bringt 15 J. Erfahrung in der Nachhaltigkeitsarbeit mit & hat von 2002 bis 2003 in Argentinien gelebt. Als Ökonomin und Mate-Begeisterte ist sie seit Jahren eng mit dem Land verbunden & verfolgt die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vor Ort. Sie begleitet die Gruppe dabei, komplexe Zusammenhänge zwischen Geschichte, Wirtschaft & Alltag greifbar zu machen. Mit ihr immer dabei: Raum für Austausch & Reflexion, Eindrücke gemeinsam einordnen sowie respektvollen & offenen Dialog.

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Anerkennung als Bildungsurlaub

Auf anfrage möglich für

Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Kursort

Buenos Aires, Argentinien
Buenos Aires, Argentinien
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Veranstalter

logo Alsharq Reise GmbH

Alsharq Reise GmbH

105 Veröffentlichungen27 aktuelle Termine
105 Veröffentlichungen27 aktuelle Termine

Alsharq Reise

Alsharq bietet Studienreisen und digitale Formate mit einem politischen und gesellschaftlichen Fokus.

 

Begleitet von unserem engagierten jungen Team ermöglichen die Reisen und digitalen Veranstaltungen einzigartig persönliche Einblicke in die facettenreichen Gesellschaften Westasiens, Nordafrikas, in postmigrantische Strukturen in Deutschlad und darüber hinaus. Unsere Programme verbinden Politik, Kultur und Natur und leben von vielfältigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort.

 

Differenzierte Einblicke und Multi-Perspektivität

Die gesellschaftlichen und politischen Realitäten der Zielländer stehen im Fokus unserer Reisen. Wir wollen eine differenzierte Sichtweise auf unsere Zielregion vermitteln. Dabei verfolgen wir den Anspruch, dass die Teilnehmenden bestehende Meinungsbilder hinterfragen und sich mit neuen Perspektiven möglichst unvoreingenommen auseinandersetzen.

 

Begegnungen im Vordergrund

Dies versuchen wir insbesondere durch Begegnungen und Diskussionen mit Menschen vor Ort zu erreichen. Dabei verfolgen wir den Anspruch, die Sichtweisen sowohl von “ganz normalen Menschen” als auch von Politiker*innen, Akademiker*innen und Aktivist*innen kennenzulernen. Ebenso versuchen wir, den Teilnehmenden sowohl städtische als auch ländliche Kontexte näher zu bringen. Stets ist es unser Anspruch, mit den Gesprächspartner*innen und natürlich auch mit den Teilnehmenden auf Augenhöhe zu interagieren.

Durch die Begegnungen wollen wir nicht nur Realitäten vor Ort besser verstehen, sondern in einen Austausch treten. Ziel ist auch, dass aus Begegnungen Kooperationen entstehen, siehe Punkt Intendierter Impact.

 

Vielfalt an Formaten

Wir versuchen, den Teilnehmenden die sozialen und politischen Realitäten mit möglichst vielfältigen Formaten zu vermitteln: Vorträge, Expert*innengespräche, Diskussionen, Stadtrundgänge, Wanderungen oder auch Kochkurse mit lokalen Familien sind nur einige Beispiele dafür, mit welchen unterschiedlichen Methoden wir Inhalte vermitteln möchten.

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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.


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Sa. 13.02. – Fr. 26.02.2027
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