Mit Übernachtung

China - Studienreise zum Thema Klima

Beijing, China
10 Kurstage
Max. 18 Teilnehmer
3.389 € Kursgebühr
Ermäßigt: 3.189 €
TERMIN
Sa. 08.05. – Fr. 21.05.2027
Anmeldung möglich

Worum es geht

Fokus: Reise mit besonderem Fokus auf Einblicke in Chinas Klimapolitik

Diese Studienreise verbindet vier kontrastreiche Stationen und eröffnet einen differenzierten Zugang zur chinesischen Politik, Geschichte, Kultur und gesellschaftlichem Alltag. Im Mittelpunkt steht das chinesische Klimaparadox, das in deutschen Medien häufig in der vereinfachten Darstellung von „Klimasünder“ oder „Klimaretter“ zum Ausdruck kommt.

China verfolgt das Ziel, den Höhepunkt seiner CO₂-Emissionen vor 2030 zu erreichen und vor 2060 CO₂-neutral zu werden. Gleichzeitig bleibt Kohle ein zentraler Pfeiler des Energiesystems, während Wind- und Solarenergie in enormem Umfang ausgebaut werden. Fossile Abhängigkeit und grüne Transformation bestehen damit unmittelbar nebeneinander und wirken auf den ersten Blick paradox.

Auf der Reise möchten wir hinter vereinfachte Zuschreibungen blicken und untersuchen, wie staatliche Klimaziele, Energiesicherheit, wirtschaftliche Interessen und industrielle Transformation zusammenwirken. Begegnungen mit Fachleuten, Besuche historischer und industrieller Orte sowie Einblicke in den chinesischen Alltag helfen dabei, diese Entwicklungen vor Ort einzuordnen und ein eigenständiges Bild des Landes zu gewinnen.

  • Beijing: Staat, Geschichte und Transformation

Beijing eröffnet die Reise mit einem Einblick in Chinas politisches Zentrum, seine imperiale Geschichte und seinen rasanten wirtschaftlichen Wandel. Die Verbotene Stadt, die Hutongs und die Große Mauer vermitteln historische und kulturelle Orientierung, während ein Fachgespräch zu Chinas Klima- und Energiepolitik die politischen Strukturen und Klimaziele des Landes einordnet. Der Besuch des Shougang Parks und einer hochautomatisierten Elektroautofabrik zeigt, wie Stadtumbau, Industriepolitik und grüne Transformation in der Praxis zusammenwirken.

  • Datong: Kohlelandschaft, Solarwende und Weltkulturerbe

Datong ist eine der zentralen thematischen Stationen der Reise. Die Stadt und ihr Umland wurden über Jahrzehnte vom Kohlebergbau geprägt, stehen heute jedoch zugleich für den Ausbau der Solarenergie und den Versuch, ehemalige Industrielandschaften neu zu nutzen. Hier wird das chinesische Klimaparadox besonders anschaulich: Kohleabhängigkeit, wirtschaftlicher Strukturwandel und grüne Transformation liegen unmittelbar nebeneinander. Ein Besuch ehemaliger Bergbauflächen und neuer Solarprojekte sowie ein Gespräch mit lokalen Fachleuten sollen zeigen, wie dieser Wandel vor Ort umgesetzt wird und welche sozialen Fragen damit verbunden sind. Mit den Yungang-Grotten bietet Datong zugleich ein herausragendes buddhistisches Weltkulturerbe, das Einblicke in Chinas religiöse, künstlerische und transkulturelle Geschichte eröffnet.

  • Xi’an: Imperiale Geschichte und Wege der Seidenstraße

Xi’an bildet den historischen Anker der Reise. Die ehemalige Hauptstadt mehrerer chinesischer Dynastien macht die lange Entwicklung des chinesischen Staates ebenso greifbar wie die weitreichenden Austauschbeziehungen entlang der Seidenstraße. Die mächtige Stadtmauer zeigt die räumliche Ordnung der vormodernen Metropole, während das muslimische Viertel von Handel, Migration und kultureller Vielfalt erzählt. Mit der Terrakotta-Armee begegnen wir einem der eindrucksvollsten Zeugnisse der Qin-Dynastie und der frühen politischen Einigung Chinas.

  • Chengdu: Solarindustrie, Alltagskultur und historische Wassersteuerung

Chengdu bildet den südwestchinesischen Abschluss der Reise. Die Stadt vermittelt mit ihren Teehäusern, Parks und ihrer ausgeprägten Esskultur eine andere Form chinesischer Urbanität als Beijing oder Xi’an. Zugleich eröffnet sie uns einen Zugang zu Chinas moderner Solarindustrie und der Frage, wie technologische Innovation, industrielle Skalierung und globale Lieferketten den Ausbau erneuerbarer Energien prägen. Ein Besuch bei Tongwei gibt uns Einblicke in die Produktion von Solartechnologie und Chinas führende Rolle auf dem globalen Photovoltaikmarkt. Mit dem Dujiangyan-Bewässerungssystem und dem Qingchengshan richtet sich der Blick außerdem auf historische Wassersteuerung, Landschaft und daoistische Traditionen. Die Panda Base und das Sanxingdui-Museum ergänzen die Station um Naturschutz sowie die lange und eigenständige Kulturgeschichte Sichuans.

Zielgruppe:

an alle interessierten Personen

Vorkenntnisse:

Keine

Dozent

Barbara Pongratz
Barbara Pongratz, Reiseleitung

Barbara studierte Chinastudien sowie Europa- und Völkerrecht. Während ihres Studiums verbrachte sie länger Zeit in Shanghai, Peking und Hongkong und ist seitdem regelmäßig in China. Sie arbeitet bei einer Klima-NGO zu den deutsch-chinesischen Energie- und Klimabeziehungen und promoviert in Politikwissenschaft mit einem Fokus auf die europäisch-chinesischen Klimabeziehungen. Besonders wichtig ist ihr, China jenseits einfacher Zuschreibungen zu vermitteln.

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Anerkennung als Bildungsurlaub

Auf anfrage möglich für

Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen

Kursort

Beijing, China

Veranstalter

logo Alsharq Reise GmbH

Alsharq Reise GmbH

114 Veröffentlichungen•25 aktuelle Termine
114 Veröffentlichungen•25 aktuelle Termine

Alsharq Reise

Alsharq bietet Studienreisen und digitale Formate mit einem politischen und gesellschaftlichen Fokus.

 

Begleitet von unserem engagierten jungen Team ermöglichen die Reisen und digitalen Veranstaltungen einzigartig persönliche Einblicke in die facettenreichen Gesellschaften Westasiens, Nordafrikas, in postmigrantische Strukturen in Deutschlad und darüber hinaus. Unsere Programme verbinden Politik, Kultur und Natur und leben von vielfältigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort.

 

Differenzierte Einblicke und Multi-Perspektivität

Die gesellschaftlichen und politischen Realitäten der Zielländer stehen im Fokus unserer Reisen. Wir wollen eine differenzierte Sichtweise auf unsere Zielregion vermitteln. Dabei verfolgen wir den Anspruch, dass die Teilnehmenden bestehende Meinungsbilder hinterfragen und sich mit neuen Perspektiven möglichst unvoreingenommen auseinandersetzen.

 

Begegnungen im Vordergrund

Dies versuchen wir insbesondere durch Begegnungen und Diskussionen mit Menschen vor Ort zu erreichen. Dabei verfolgen wir den Anspruch, die Sichtweisen sowohl von “ganz normalen Menschen” als auch von Politiker*innen, Akademiker*innen und Aktivist*innen kennenzulernen. Ebenso versuchen wir, den Teilnehmenden sowohl städtische als auch ländliche Kontexte näher zu bringen. Stets ist es unser Anspruch, mit den Gesprächspartner*innen und natürlich auch mit den Teilnehmenden auf Augenhöhe zu interagieren.

Durch die Begegnungen wollen wir nicht nur Realitäten vor Ort besser verstehen, sondern in einen Austausch treten. Ziel ist auch, dass aus Begegnungen Kooperationen entstehen, siehe Punkt Intendierter Impact.

 

Vielfalt an Formaten

Wir versuchen, den Teilnehmenden die sozialen und politischen Realitäten mit möglichst vielfältigen Formaten zu vermitteln: Vorträge, Expert*innengespräche, Diskussionen, Stadtrundgänge, Wanderungen oder auch Kochkurse mit lokalen Familien sind nur einige Beispiele dafür, mit welchen unterschiedlichen Methoden wir Inhalte vermitteln möchten.

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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.


3.389 € Kursgebühr
Ermäßigt: 3.189 €
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