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Nach der Revolution der Künste vor dem Ersten Weltkrieg zeigt sich im Europa der 1920er Jahre der Versuch einer „Rückkehr zur Ordnung“ und die Rückbesinnung auf eine mathematisch-wissenschaftliche Objektivität. Auch von den Jahren des Krieges geprägt, wird in der Malerei nun wieder stärker ein nüchtern-distanzierter Blick gesucht. Dies zeigt sich z. B. in den Werken von Lotte Laserstein, Vertreterin der Neuen Sachlichkeit in Deutschland, und Tamara de Lempicka, die in Paris einen unverkennbaren Malstil kreierte, der dem Art déco zugerechnet wird.
In diesem Seminar wird erörtert, mit welchen Mitteln und mit welcher inneren Motivation die beiden Malerinnen in den „Goldenen Zwanzigern“ das Bildnis der Neuen Frau gestalteten: selbstbewusst, emanzipiert, beruflich und sportlich aktiv, dem technischen Fortschritt zugeneigt, ihre Weiblichkeit mal intimer, mal erotischer, mal inszenierter wirken lassend.
Es werden stilistische Merkmale und malerische Techniken sowohl der Neuen Sachlichkeit in Deutschland als auch des Art déco in Frankreich besprochen sowie Grundlagen der Portraitgestaltung, Farbenlehre und Bildkomposition vermittelt. Angeregt durch Leben und Werke von Lotte Laserstein und Tamara de Lempicka werden die Teilnehmenden ermutigt, souveräne Wege in der eigenen Gestaltung von Frauen- und Selbstportraits zu erforschen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Seminarleitung
Antonia Duende, Diplom-Malerin und Kulturpädagogin, langjährige Workshop-Leiterin im internationalen Jugendaustausch, Dozentin an der VHS Friedrichshain-Kreuzberg im Bereich Zeichnen und Malen. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
Frühbucherrabatt bis 31.08.: 10 Euro weniger zahlen
Schloss Trebnitz ist seit 2014 als Einrichtung der Weiterbildung für Erwachsene anerkannt, seit 2018 eine von vier Brandenburger Heimbildungstätten. Die Angebote finden auf der historischen Gutsanlage Schloss Trebnitz statt und haben mittlerweile einen festen Platz in der deutsch-polnischen Region eingenommen. Sie bieten ein breites Spektrum: Ob polnische Sprach- und Landeskunde mit Exkursion, die Trebnitzer Schloss-Gespräche, Fachveranstaltungen, Fortbildungen sowie Upcycling-, Zeichen- und Nähkurse - die Auswahl ist groß und findet zunehmend begeisterte Teilnehmer*innen.
Die Gutsanlage Schloss Trebnitz
Nach dem Krieg als Lazarett, Schule und Ferienlager genutzt, wurde das prachtvolle Herrenhaus nach 1992 von dem Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. umfassend saniert und zur internationalen Begegnungsstätte ausgebaut. Hier treffen sich jährlich tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus vielen Ländern Europas im Rahmen von Schulungs- und Bildungsangeboten. Das Haus kann besichtigt werden.
Die Alte Schmiede wurde 2013 neu saniert und mit barrierefreien Unterkünften im gehobenen Standard ausgestattet.
In der Remise, am Eingang zur Gutsanlage, befinden sich ein Dorfladen und ein Café. Hier werden regionale Produkte aus Märkisch-Oderland, wochentags Kaffee und Kuchen sowie ein Mittagsimbiss angeboten. An den Wochenenden zwischen März und Oktober bietet das internationale inklusive Juniorcafé “Kaffee zum Glück / Kawa na szczescie” selbst gemachten Kuchen, Torten sowie köstlichen Kaffee. In den Wintermonaten wird das Café sonntags von Ehrenamtlichen betrieben.
Im ehemaligen Waschhaus ist 2017 das Gustav Seitz Museum eingezogen. In der öffentlichen Dauerausstellung wird hier eine repräsentative Auswahl des bildhauerischen Schaffens des bekannten Bildhauers (z.B. Käthe-Kollwitz-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz in Berlin-Prenzlauer Berg) und Zeichners gezeigt.
Die alte Feldsteinscheune wurde bis 1945 als Pferdestall und Getreidespeicher genutzt. Nach denkmalgerechter Sanierung befindet sich hier seit 2020 ein multifunktionaler Veranstaltungssaal, in dem Konzerte, Tagungen, Ausstellungen, Messen und Seminare bildender Kunst stattfinden.
Der Museumsgarten mit Bronzeskulpturen bietet mit Blick auf eine Streuobstwiese Ruhepausen, der “Grüne Seminarraum” Möglichkeiten des Lernens an der frischen Luft. Ein Besuch des Trebnitzer Schlossparks lohnt zu jeder Jahreszeit. Man kann um den Teich herumspazieren oder zum Ehrenhain (eine Gedenkstätte für Gefallene des Ersten Weltkriegs), der sich am Ende des Parks befindet. Ein Leitfaden in Form einer Mitmachgeschichte lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, Gewässer und Böden, Biotope und auf die gestalterischen Besonderheiten. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Der Park ist frei zugänglich.