Im Städtedreieck zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach befindet sich das größte Braunkohlevorkommen Europas. Seit über 300 Jahren wird hier Braunkohle abgebaut. Drei aktive Tagebaue gibt es immer noch: Hambach, Garzweiler und Inden. Doch bis 2030 endet hier die Braunkohleförderung aufgrund des vorgezogenen Kohleausstiegs in NRW.
Was kommt danach? In welche Richtung wird sich eine Region, die landschaftlich und gesellschaftlich stark vom Braunkohleabbau und dem Protest dagegen geprägt wurde, verändern? Wird das Jahrhundertprojekt der Seenbefüllung mit Wasser aus Rhein bzw. Rur gelingen? Und welche Herausforderungen kommen dabei auf Bevölkerung, Politik und Wirtschaft zu?
Auf drei Tagestouren, die Sie mit dem Fahrrad zurücklegen werden, lernen Sie eine der spannendsten Regionen Deutschlands kennen. Sie bekommen einen umfassenden Einblick in die geschichtlichen Ursprünge des Rheinischen Braunkohlereviers und dessen Unterschiede im Vergleich zum Steinkohlerevier im Ruhrgebiet. Auf ehemaligen Tagebauflächen radelnd, erfahren Sie im wahrsten Sinne des Wortes, welche unterschiedlichen Rekultivierungskonzepte es gibt und wie sich die Rekultivierung im Laufe der Zeit verändert hat. Im geretteten, aber fast vollständig verlassenen Dorf Bürgewald am Tagebau Hambach wird der vorgezogene Kohleausstieg konkret erlebbar. Der umgesiedelte Zeitzeuge Bernd Servos führt uns durch sein altes Heimatdorf und gibt Einblicke in den Ablauf einer Umsiedlung und die Planungen des neuen Dorfes, das Sie ebenfalls mit ihm besichtigen werden. Im nebenan liegenden Reststück des Hambacher Walds lässt sich der jahrzehntelange Widerstand gegen die Tagebauplanungen anschaulich erleben und mehr als einmal werfen Sie auf den Touren einen Blick ins Loch, der noch lange nachhallen wird.
Außerdem erfahren Sie, welche Zukunftspläne für die Region bereits jetzt existieren – und was aktuell noch in der Diskussion ist. Geplant ist dazu auch ein Besuch bei einer interkommunalen Strukturentwicklungsgesellschaft.
Zielsetzung:
Die Teilnehmenden
Zielgruppe:
Seit Yannick Rouault (Jahrgang 1993) im Jahr 2012 das erste Mal ins Rheinische Braunkohlerevier kam, hält der gebürtige Münchner die Umbrüche und Herausforderungen einer einzigartigen Region mit seiner Fotokamera fest. Er hat Lützerath verschwinden sehen, im Hambi das Klettern gelernt und arbeitet an künstlerischen Erinnerungsformaten für die bergbaubedingten Umsiedlungen von 45.000 Menschen. Seit 2024 lebt Yannick Rouault in Köln und begleitet das Rheinische Braunkohlerevier als Fotograf, Filme
Über uns
Die Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen ist ein politisches Bildungswerk. Wir ermutigen Menschen, sich für eine gleichberechtigte, vielfaltssensible und rassismuskritische Gesellschaft einzusetzen.
Dabei setzen wir auf Bildung mit Haltung: In jährlich über 100 Veranstaltungen ermöglichen wir als Scharnier zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft einzigartige Begegnungen und Perspektivwechsel. Wir wollen mit unserer Arbeit Demokratie erlebbar machen und sind davon überzeugt, dass lebenslanges Lernen miteinander und füreinander der Schlüssel zu einem Guten Leben für Alle ist.
Wir bieten an:
Radfahren ist eine soziale, ökologische, sinnliche, lustvolle, bereichernde und lehrreiche Zukunftsoption. Der gemeinsame Weg bei Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Veranstaltungen bringt die gemeinsamen Ideen und Menschen näher zusammen. Das macht jede Radfahrt politisch und zu einem Bildungserlebnis.
Um neue Welten zu entdecken, muss man keinen Urlaub am Palmenstrand buchen. Die lokale und regionale Kultur haben eine Menge zu bieten. Viele markante und sehenswerte Orte erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Unsere Wanderurlaube kommen den individuellen und sozialen Identitäten auf die Spur und suchen Orte auf, an denen sich diese gebildet haben. Hier kooperieren wir z.B. gerne mit Rureifel Tourismus.
So unterschiedlich die Städte Berlin oder Brüssel auch sind: Ihnen ist gemein, dass sie eine geballte Mischung aus historischen, kulturellen und politischen Eigenheiten und Ausprägungen auf engstem Raum präsentieren. Diesen zu entdecken und zu erleben, dabei das eigene Wissen aufzufrischen und noch das ganz spezielle Flair und die regionalen Köstlichkeiten zu genießen, das zeichnet eine Stadtreise aus.
Spannende Inhalte und Soft Skills lassen sich ebenfalls durch einen Bildungsurlaub erlernen, z.B. Kampagnen- oder Projektmanagement. Unsere erfahrenen Referent*innen machen Bildung zum praxisorientierten Erlebnis und geben Motivation für das eigene Engagement.
Der Veranstalter beantwortet gerne Ihre Fragen per Telefon oder E-Mail.
Ihre Angaben werden an den Veranstalter übermittelt und vorübergehend gespeichert. Weitere Informationen, auch zu Ihren Rechten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Der Veranstalter sendet Ihnen gerne weitere Details zum Kurs sowie alle benötigten Antragsunterlagen für Ihren Arbeitgeber zu.
Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.
Ein Bildungsangebot von Heinrich Böll Stiftung NRW e.V..