Die Bundesrepublik besteht seit bereits 35 Jahren aus dem wiedervereinigten Osten und Westen. Emotional scheint diese Einheit jedoch noch lange nicht überall im Land gleichermaßen erlebt zu werden. Mit der Wiedervereinigung haben Ostdeutsche und Westdeutsche ihre jeweilige Vorgeschichte mitgenommen. Menschen in Ost- und Westdeutschland haben unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Prägungen. Diese haben auch mit dem unterschiedlichen Umgang mit Kriegs- und NS-Traumatisierungen zu tun. Dazu kommt der Umgang der Ostdeutschen mit SED-Traumatisierungen.
Um gegenseitiges Verstehen zu fördern, werden das Erbe der DDR, kollektive Traumata sowie unterschiedliche Biografien und Geschlechterrollen mit psychologischen und soziologischen Erkenntnisses beleuchtet. Dabei soll zudem der Frage nachgegangen werden, was die Menschen in Ost und West emotional trennt bzw. verbindet. Kann ein gegenseitiges Verständnis der heutigen politischen Polarisierung entgegenwirken?
36 Jahre nach der friedlichen Revolution lassen wir uns auf eine Zwischenbilanz ein. Wo stehen wir heute im Einigungsprozess lange nach der politischen Wiedervereinigung? Wie sieht es im Osten und Westen Deutschlands um die Mitte der Gesellschaft aus? Wie können wir noch besser voneinander lernen?
Herzlich willkommen zu diesem Austausch in Königswinter!