Barrierefrei

Familiengeschichte während des Nationalsozialismus erforschen

Köln
3 Kurstage
Max. 12 Teilnehmer
60–120 € Kursgebühr
regulär: 90€, unterstützend/bezahlt durch Arbeitsstelle: 120€, reduziert: 60€
TERMIN
Mo. 21.09. – Mi. 23.09.2026
Unverbindlich anfragen
Anmeldung möglich

Worum es geht

Für jüngere Angehörige stellt es sich häufig als schwierig dar, die eigenen Verwandten nach der
Familiengeschichte während des Nationalsozialismus zu fragen: Die damals lebenden Angehörigen
haben sie meist nicht kennengelernt, es sind nur Fragmente über ihre Lebensgeschichten zwischen
1930 und 1945 bekannt oder es wurde Jahrzehnte über diesen Aspekt der Familienvergangenheit
geschwiegen. In familiär überlieferten Erzählungen stehen häufig die Leiderfahrungen nicht-verfolgter
Angehöriger, etwa während der Kriegsgefangenschaft, der Bombardierung oder Nachkriegszeit, im
Vordergrund. Selten treten sie als aktiv Handelnde in Erscheinung. Dennoch können familiäre
Erinnerungen und Dokumente einen ersten Ansatzpunkt bilden, mehr über die eigene
Familienvergangenheit, und damit mögliche TäterInnenschaften und Beteiligungen von Angehörigen,
herauszufinden.

Das Seminar hat folgende Lernziele:
- Kennenlernen unterschiedlicher Formen der Beteiligung und Täter*innenschaft sowie kritische
Reflexion dieser Formen in Bezug auf gesellschaftliche und familiäre Narrative
- Kennenlernen von Recherchemöglichkeiten zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte
während des Nationalsozialismus sowie Austausch über eigene Erfahrungen und Fragen dazu
- Auseinandersetzung mit emotionalen Aspekten (familiärer) Nachfragen sowie Diskussion
möglicher Umgänge und Unterstützungsoptionen
- Entwicklung von Handlungskompetenzen für familiäre Nachfragen und Anfragen an Archive
- Sensibilisierung für die eigene Positioniertheit und Verantwortlichkeit im Umgang mit
gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

Die Verknüpfung historischen Wissens mit der persönlichen, familiären Geschichte kann ein Lernen aus der Geschichte ermöglichen. Ergänzend zu den Arbeitsphasen im Seminarraum ist der Besuch eines Archivs im Kölner Stadtraum geplant. Dieses befindet sich an einem Ort, der eine zentrale Rolle in der Organisation der NS-Herrschaft in Köln eingenommen hat.
 

Zielgruppe:

Alle Altersgruppen und Gender sind willkommen.

Vorkenntnisse:

keine Vorkenntnisse notwendig

Anerkennung als Bildungsurlaub

Liegt vor für

, Berlin, Hessen, Niedersachsen, , Saarland

Auf anfrage möglich für

Brandenburg, Rheinland-Pfalz

Kursort

Köln, Deutschland

Veranstalter

logo Willi-Eichler-Bildungswerk

Willi-Eichler-Bildungswerk

44 Veröffentlichungen3 aktuelle Termine
44 Veröffentlichungen3 aktuelle Termine

Das Willi-Eichler-Bildungswerk (Träger Willi-Eichler-Akademie e. V.) ist eine nach dem Weiterbildungsgesetz NRW anerkannte Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung mit Sitz in Köln. Wir bieten Seminare und Bildungsurlaube an. Unsere Veranstaltungen und Projekte sind gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung NRW und der Bundeszentrale für politische Bildung. Wir kooperieren mit unterschiedlichen Organisationen, Vereinen und Netzwerken und arbeiten mit freiberuflichen Trainer*innen zusammen. Dies trägt dazu bei, dass unsere Angebote so vielfältig sind.

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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.


60–120 € Kursgebühr
regulär: 90€, unterstützend/bezahlt durch Arbeitsstelle: 120€, reduziert: 60€
TERMIN
Mo. 21.09. – Mi. 23.09.2026
Unverbindlich anfragen
Anmeldung möglich