Mit Übernachtung

Nord-Thailand & Myanmar - Bildungsreise

Thailand
8 Kurstage
Max. 14 Teilnehmer
2.159 € Kursgebühr
Ermäßigt: 1.859 €
TERMIN
So. 07.02. – Sa. 20.02.2027
Anmeldung möglich

Worum es geht

Thailand gilt vielen als Urlaubsland, verbunden mit Bildern von Stränden, Tempeln und einer unbeschwerten Lebensweise. Gleichzeitig ist das Land von komplexen politischen Entwicklungen, sozialen Ungleichheiten und tief verankerten gesellschaftlichen Strukturen geprägt. Diese Reise setzt genau hier an: Sie lädt dazu ein, gängige Vorstellungen zu hinterfragen und Thailand in seiner Vielschichtigkeit zu verstehen.

Im Zentrum stehen dabei auch die Beziehungen zum Nachbarland Myanmar. Seit dem Militärputsch im Jahr 2021 hat sich die Situation dort dramatisch verschärft. Viele Menschen sind geflohen oder leben in prekären Verhältnissen, ein Teil von ihnen in Thailand, insbesondere entlang der Grenzregion. Die Reise verbindet daher eine Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Thailand mit Einblicken in die Lebensrealitäten von Menschen aus Myanmar im Exil.

  • Zwischen Selbstbild und Realität

Zum Auftakt in Bangkok setzen wir uns mit den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen Thailands auseinander. Gespräche mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ermöglichen unterschiedliche Perspektiven auf das politische System, die Rolle von Militär und Monarchie sowie aktuelle gesellschaftliche Debatten.

Dabei geht es auch darum, verbreitete Bilder von Thailand kritisch zu reflektieren: Welche Narrative prägen den Blick von außen? Welche Stimmen kommen darin zu kurz? Und wie lassen sich vereinfachende oder stereotype Vorstellungen differenzieren?

Ein Blick auf urbane Entwicklungen (von modernen Einkaufszentren bis hin zu Formen regulierter Unterhaltungs- und Glücksspielökonomien) eröffnet zudem Diskussionen über wirtschaftliche Dynamiken, soziale Ungleichheit und Fragen von Regulierung und Moral.

  • Migration, Grenze und Alltag

Ein zentraler Teil der Reise führt in die Grenzregion zu Myanmar, insbesondere nach Mae Sot. Hier wird deutlich, wie eng die Lebensrealitäten beider Länder miteinander verwoben sind. Arbeitsmigration, Flucht und informelle Ökonomien prägen den Alltag vieler Menschen.

Im Austausch mit lokalen Organisationen, Initiativen und Aktivist:innen beschäftigen wir uns mit Fragen von Arbeitsrechten, Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie mit den Herausforderungen, denen Menschen aus Myanmar in Thailand begegnen. Dabei stehen die Perspektiven der Betroffenen ebenso im Mittelpunkt wie die Arbeit zivilgesellschaftlicher Akteure.

Zivilgesellschaft und politische Handlungsspielräume

Weitere Stationen, unter anderem in Chiang Mai, bieten Raum für Begegnungen mit Aktivist:innen, Journalist:innen und Vertreter:innen politischer Stiftungen. Thematisiert werden unter anderem die Rolle der Zivilgesellschaft in beiden Ländern, Formen des politischen Engagements sowie Handlungsspielräume unter den aktuellen Bedingungen.

  • Optionale Verlängerung: Yangon

Eine optionale Verlängerung nach Yangon ermöglicht vertiefende Einblicke in das Leben in Myanmar selbst. Im Fokus stehen hier, unter Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitslage, Gespräche über den Alltag, über gesellschaftliche Entwicklungen und über Strategien von Anpassung.

  • Perspektiven erweitern

Die Reise versteht sich als Raum für differenziertes Lernen und Austausch. Sie bietet keine einfachen Antworten, sondern ermöglicht Begegnungen, die bestehende Annahmen hinterfragen und neue Perspektiven eröffnen. Durch Gespräche mit unterschiedlichen Akteur:innen sowie gemeinsame Reflexionen wird ein vielschichtiges Bild einer Region gezeichnet, die von Dynamik, Widersprüchen und engen Verflechtungen geprägt ist.

Mehr Info und Buchung unter: www.alsharq-reise.de/de/tour/nord-thailand-2027-02

Zielgruppe:

An alle Interessierten Personen

Vorkenntnisse:

keine

Dozent

Johanna Pelikan
Johanna Pelikan, Reiseleitung

Johanna ist teil des Alsharq Kern Teams und hat seitdem mehrere Reisen begleiten dürfen. Unter anderem war sie in Bangladesch, Myanmar und Albanien unterwegs. Leben tut sie jetzt in Thessaloniki und früher für mehrere Jahre in Myanmar. Durch ihre Reiseleitungerfahrung und das eigene Interesse an den Orten, in denen sie wohnt oder gewohnt hat, verfügt sie über ein tiefgehendes Wissen über diese Orte sowie ein breites Netzwerk an lokalen Kontakte.

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Anerkennung als Bildungsurlaub

Auf anfrage möglich für

Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen

Kursort

Amphoe Mueang Chiang Mai, Thailand
Amphoe Mueang Chiang Mai, Thailand
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Veranstalter

logo Alsharq Reise GmbH

Alsharq Reise GmbH

114 Veröffentlichungen•25 aktuelle Termine
114 Veröffentlichungen•25 aktuelle Termine

Alsharq Reise

Alsharq bietet Studienreisen und digitale Formate mit einem politischen und gesellschaftlichen Fokus.

 

Begleitet von unserem engagierten jungen Team ermöglichen die Reisen und digitalen Veranstaltungen einzigartig persönliche Einblicke in die facettenreichen Gesellschaften Westasiens, Nordafrikas, in postmigrantische Strukturen in Deutschlad und darüber hinaus. Unsere Programme verbinden Politik, Kultur und Natur und leben von vielfältigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort.

 

Differenzierte Einblicke und Multi-Perspektivität

Die gesellschaftlichen und politischen Realitäten der Zielländer stehen im Fokus unserer Reisen. Wir wollen eine differenzierte Sichtweise auf unsere Zielregion vermitteln. Dabei verfolgen wir den Anspruch, dass die Teilnehmenden bestehende Meinungsbilder hinterfragen und sich mit neuen Perspektiven möglichst unvoreingenommen auseinandersetzen.

 

Begegnungen im Vordergrund

Dies versuchen wir insbesondere durch Begegnungen und Diskussionen mit Menschen vor Ort zu erreichen. Dabei verfolgen wir den Anspruch, die Sichtweisen sowohl von “ganz normalen Menschen” als auch von Politiker*innen, Akademiker*innen und Aktivist*innen kennenzulernen. Ebenso versuchen wir, den Teilnehmenden sowohl städtische als auch ländliche Kontexte näher zu bringen. Stets ist es unser Anspruch, mit den Gesprächspartner*innen und natürlich auch mit den Teilnehmenden auf Augenhöhe zu interagieren.

Durch die Begegnungen wollen wir nicht nur Realitäten vor Ort besser verstehen, sondern in einen Austausch treten. Ziel ist auch, dass aus Begegnungen Kooperationen entstehen, siehe Punkt Intendierter Impact.

 

Vielfalt an Formaten

Wir versuchen, den Teilnehmenden die sozialen und politischen Realitäten mit möglichst vielfältigen Formaten zu vermitteln: Vorträge, Expert*innengespräche, Diskussionen, Stadtrundgänge, Wanderungen oder auch Kochkurse mit lokalen Familien sind nur einige Beispiele dafür, mit welchen unterschiedlichen Methoden wir Inhalte vermitteln möchten.

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Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.


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