Die tschechische Hauptstadt Prag ist nicht nur eine der schönsten Städte Europas, sondern auch ein Ort mit einer tief verwurzelten und vielschichtigen Geschichte. Besonders die Jahre des Nationalsozialismus im Protektorat Böhmen und Mähren haben in der Stadt und ihrer Umgebung deutliche Spuren hinterlassen. Von den grausamen Verbrechen der Gestapo im Petschek-Palais über das jüdische Ghetto in der Prager Neustadt bis hin zur Gedenkstätte Theresienstadt – Prag bietet zahlreiche historische Orte, die uns die nationalsozialistische Vergangenheit auf eindringliche Weise näherbringen.
In diesem Bildungsurlaub widmen wir uns der Geschichte des Nationalsozialismus in der Tschechoslowakischen Republik und dem Protektorat Böhmen und Mähren. Dabei beleuchten wir die deutsch-tschechischen Beziehungen, die jüdische Geschichte Prags, den Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft sowie die Bedeutung von Freiheit und Demokratie. Durch Vorträge, Diskussionen und Exkursionen vor Ort reflektieren wir die Ereignisse dieser Zeit und setzen sie in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext. Unser Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch die Teilnehmenden dazu anzuregen, ihre Perspektiven zu hinterfragen und eigene Schlüsse für eine aktive Mitgestaltung in unserem demokratischen Gemeinwesen zu ziehen.
Themenschwerpunkte:
Einführung in die Thematik und die deutsch-tschechischen Beziehungen
Jüdisches Leben in Prag während der Protektorzeit
Widerstand gegen den Nationalsozialismus und der Prager Aufstand
Exkursion zur Gedenkstätte Theresienstadt
Freiheit und Demokratie im historischen und aktuellen Kontext