Tiktoksischer Männlichkeit pädagogisch begegnen

Hamburg
2 Kurstage
Max. 20 Teilnehmer
300 € Kursgebühr
TERMIN
Di. 02.06. – Mi. 03.06.2026
Anmeldung möglich

Worum es geht

Antifeministische Narrative bieten (jungen) Männern* vermeintlich attraktive Denk- und Handlungsangebote: Versprechen von Reichtum, Macht, sexueller Erfüllung, aber auch die Anerkennung persönlicher Krisen – besonders in sozialen Medien wie TikTok finden diese Inhalte schnell Verbreitung. Diese praxisorientierte Weiterbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit Jungen* und jungen Männern* arbeiten – von der frühen Kindheit über Schule und Jugendhilfe bis hin zur Erwachsenenbildung. Gemeinsam setzen wir uns mit aktuellen antifeministischen Strömungen und der sogenannten „Manosphere“ auseinander und erarbeiten konkrete Handlungsstrategien für die pädagogische Praxis.Im Mittelpunkt steht ein empathischer Blick auf die Lebensrealitäten (junger) Männer*, die für solche Inhalte empfänglich sind. Darauf aufbauend entwickeln wir feministische und machtkritische Zugänge, um Jungen* und junge Männer* aktiv zu begleiten, FLINTA*-Perspektiven zu stärken und Antifeminismus im pädagogischen Alltag kompetent begegnen zu können.

Ziele der Fortbildung

Mit dem Wissen gehe ich raus:

  • Sprachfähigkeit zu Antifeminismus: Manosphere, Maskulinistische Influencer, Incel, MGTOW
  • Grundlagen Kritischer Männlichkeitsarbeit: Männlichkeitsanforderungen, Souveränitätsphantasma, Krisenkreislauf der Männlichkeit, Wettbewerb
  • Adolessons: Medienpädagogik in der Jungen*arbeit, 
  • Handlungsstrategien: Argumente gegen Antifeminismus, Empathie Transfer, DeTikTox Identity, Förderung fürsorglicher Männlichkeit, theater- und körperpädagogische Methoden
  • Best Practices: Fallarbeit mit kollektivem Wissen

Mit folgenden Referent*innen:

Fabian Ceska (er/ihm)
Fabian Ceska studiert Gender & Queer Studies und gendersensibler Konfliktberater. In seiner Arbeit verbindet er kritische Männlichkeitsforschung mit Rassismuskritik und bringt insbesondere das Konzept der „Migränntlichkeit“ – die Verbindung von Männlichkeit und Migration – in verschiedene pädagogische Kontexte ein. Er verfolgt dabei einen empowernden Ansatz, der feministische Perspektiven auch für Menschen ohne Vorerfahrung zugänglich macht. 

Maike Stemmler (sie/ihr)
Maike Stemmler ist Bildungsreferentin, Tanzpädagogin und arbeitet fokussiert zu FLINTA* Empowerment und Klassismus in der Jungen*arbeit. Sie verbindet kreative, körperliche und kognitive Zugänge, um feministische Bildungsprozesse bewegend und erfahrbar zu machen. Ihre Arbeit ist geprägt von einem sensiblen, empowernden Ansatz aus einer queeren, weißen, cis-weiblichen Perspektive mit nicht-akademischem Hintergrund.

Tobias Spiegelberg (er/ihm)
Tobias Spiegelberg ist Soziologe, gendersensibler Konfliktberater und setzt sich mit rechten Männlichkeiten, Manosphere, Care Arbeit und Männer* Freundschaften auseinander. Sein Ziel ist es, privilegierte Personen für eine Auseinandersetzung mit Diskriminieurng anzuregen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der Personen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten in einen mutigen Austausch zu bringen.

Zielgruppe:

Fachkräfte, die mit Jungen arbeiten und Fachkräfte aus der Jungenarbeit

Vorkenntnisse:

Nicht notwendig

Anerkennung als Bildungsurlaub

Liegt vor für

Hamburg

Kursort

Hamburg, Deutschland

Veranstalter

logo Jungenarbeit Hamburg e.V. - DenkPLOSIV

Jungenarbeit Hamburg e.V. - DenkPLOSIV

1 Veröffentlichung1 aktueller Termin
1 Veröffentlichung1 aktueller Termin

Seit 2011 setzen sich die Mitglieder und Mitarbeiter*innen von Jungenarbeit Hamburg e.V. engagiert für geschlechterreflektierte Pädagogik ein. Sie geben Impulse und begleiten die fachliche Weiterentwicklung des Vereins. 

Gegründet mit der Idee geschlechterbewusste Jungenarbeit zu gestalten, arbeiten wir mittlerweile in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit. Im Rahmen unserer Projekte arbeiten wir mit Menschen aller Altersgruppen – von Kindern über Jugendliche bis hin zu Erwachsenen.

Mit unserem Fortbildungsinstitut DenkPLOSIV wollen wir in Zukunft zusammen mit Euch unsere Bemühungen für geschlechterbewusste, transkulturelle und rassismuskritische Pädagogik intensivieren. Wir wollen eintreten in vielfältige Diskussionen und dabei einen Raum schaffen, in dem Wissen ausgetauscht und an die Teilnehmenden weitergegeben wird. Wir verstehen DenkPLOSIV als einen Ort, der von der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und dem Austausch der Teilnehmenden lebt. Wir freuen uns, wenn dadurch Impulse für weitere Veranstaltungen entstehen.

Denn wir sind überzeugt: Bildung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess – und jeder Schritt, den wir gemeinsam gehen, macht unsere pädagogische Praxis vielfältiger, gerechter und zukunftsfähiger.

Veranstalterprofil ansehen

Fragen zum Kurs?

Der Veranstalter beantwortet gerne Ihre Fragen per Telefon oder E-Mail.

Telefonnummer anzeigen

Ihre Angaben werden an den Veranstalter übermittelt und vorübergehend gespeichert. Weitere Informationen, auch zu Ihren Rechten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Gut zu wissen

Bildungsurlaub beantragen

Der Veranstalter sendet Ihnen gerne weitere Details zum Kurs sowie alle benötigten Antragsunterlagen für Ihren Arbeitgeber zu.

Wichtige Angaben

Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.


300 € Kursgebühr
TERMIN
Di. 02.06. – Mi. 03.06.2026
Anmeldung möglich