Mit Übernachtung

Kultur- und Sozialgeschichte der Bierbrauer:innen - Radreise durch die fränkische Schweiz

Pegnitz
Max. 20 Teilnehmer
940 € Kursgebühr
TERMIN
So. 23.07. – Fr. 28.07.2023
Unverbindlich anfragen
Nicht länger verfügbar

Worum es geht

Eine Reise in die Kultur- und Sozialgeschichte des Bieres ist zugleich eine Reise in die Geschichte und Gegenwart Deutschlands.

Im Mittelalter war das keimfreie und nur gering alkoholhaltige Bier das flüssige Brot, auch für Kinder. Bier förderte - wie heute Kaffee – das gesellige Beisammensein. Zugleich spiegelten sich die gesellschaftlichen Unterschiede im Konsum unterschiedlicher Biersorten wieder: Der Adel trank Weizenbier (Weissbier). Damals ein rares Getränk, in Bayern durfte nur ein Grafengeschlecht Weizenbier brauen. Der 3. Stand trank einfachen Gerstensaft. Bier hat - bis heute - in etwas höherer Konzentration bedeutende psychologische Komponenten. Es dient als „Feierabendbier“ der individuellen Belohnung und als kollektiver Stimmungsmacher bei Festen, zum Beispiel am bayerischen politischen Aschermittwoch. Und es kann süchtig machen.

Während des Seminars werden wir uns mit den verschiedenen Aspekten des Kulturguts Bier auseinandersetzen. Wir wollen ergründen: Inwieweit war/ist Bier ein gesundheitsförderndes Getränk, inwieweit Suchtmittel? Wo war/ist Bier in der Geschichte und Gegenwart „Opium für das Volk“? Wie wichtig war/ist es als Steuereinnahmequelle für die Herrschenden, wann beflügelte es auch politische Aufstände? Welche Rolle spielen Frauen in der Geschichte des Bierbrauen? Was machte Bier so beliebt? Diese und Eure Fragen versuchen wir – auch in Gesprächen mit Expert:innen – während unserer Reise durch Oberfranken zu ergründen.

Oberfranken ist die Region mit der größten Privatbrauereidichte der Welt. Wie lässt es sich erklären, dass in Zeiten der Globalisierung die lokale Bierkultur hier überleben konnte? Unsere Radreise führt uns auf zumeist wenig befahrenen Nebenstraßen durch die, landschaftlich reizvolle, hügelige Fränkische Schweiz nach Bamberg. Die Reise ist eine Kooperation zwischen Politische Radreisen und dem Forum Unna.

Mehr Infos und Anmeldung unter: [email protected]

Anerkennung als Bildungsurlaub

Kurs anerkannt

Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Träger anerkannt

Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen

Auf Anfrage möglich

Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Kursort

Pegnitz, Trockau, Deutschland

Veranstalter

logo Politische Radreisen

Politische Radreisen

43 Veröffentlichungen2 aktuelle Termine
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Motivation & Methodik

Seit knapp 30 Jahren ist die Politische Bildung mein Arbeitsschwerpunkt. Bildung ist für mich der Schlüssel zur Verwirklichung individueller Lebensziele und zur Mitbestimmung in der Gesellschaft. Demokratie bleibt hohl, elitär und entwickelt sich zurück, wenn der Anspruch auf die Herausbildung einer eigenständigen Urteilskraft für Alle aufgegeben wird. Ich will die Menschen, die ich erreiche, dabei unterstützen, sich ein eigenes Urteil in den Seminarthemen zu bilden.

Ich mag es gerne „bunt“ bei meinen Seminaren, Fortbildungen oder Politischen Radtouren. Das bedeutet:

  • Ich möchte den generationenübergreifenden Erfahrungsaustausch fördern
  • Ich bevorzuge eine Zusammensetzung von TeilnehmerInnen aus verschiedenen Ecken unserer Gesellschaft, die verschiedene politische Grundpositionen mitbringen
  • Ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis
  • Eine Programmgestaltung, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspricht
  • Eine wohltuende Mischung zwischen Fakten, Diskussion, Kultur und Entspannung
  • Ich berücksichtige gerne individuelle Interessen bei der Programmgestaltung

Bei Wochenseminaren/Reisen ist es mir ein besonderes Anliegen, die Gruppe auch als soziale Gemeinschaft reifen zu lassen. Die Erfahrung von gelebter Gemeinschaft, die in der Lage ist, auch Konflikte zu lösen, ist für mich – in einer sich mehr und mehr verkapselnden Gesellschaft – ein wichtiges Bildungsziel.

Ein Stück Solidarität sind auch die gestaffelten TeilnehmerInnenbeiträge. Geldknappheit soll kein Ausschlusskriterium sein.

 

Über den Leiter Thomas Handrich

In den neunziger Jahren Referent für deutsch-polnischen Austausch in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Jagdschloss Glienicke, als Initiator der ersten Multiplikatorentreffen des neu entstandenen Deutsch-Polnischen-Jugendwerkes und dann, für 11 Jahre, als Referent für Mittel-, Ost- und Südosteuropa in der Heinrich Böll Stiftung.

Ende des Jahres 2005 Wechsel in die Selbstständigkeit. Sommerschulen für Young Leaders aus dem NGO-Bereich in Belarus (in 2012 auch für Young Leaders aus Russland).

Ich berate die Böll-Stiftung und andere Träger bei der Entwicklung von neuen Programmen u.a. in Polen, Belarus und im Südlichem Kaukasus.

Neu entdeckt habe ich für mich die Potentiale für eine umfassende Demokratisierung durch systematische Unterstützung lokaler Gemeinwesenarbeit. Im Auftrag der Internationalen Akademie an der Freien Universität (INA) unterstütze ich im Rahmen des Youth Empowerment Partnership Programmes (YEPP) die Entwicklung neuer Programmstandorte in Mittel- Südost- und Osteuropa. Einen erfolgreichen Standort gibt es mittlerweile in Görlitz/Zgorzelec und in der Ostslowakei, in der Nähe von Kosice, in mehrheitlich von Roma bewohnten Dörfern.
Ebenfalls neu entdeckt habe ich in den letzten Jahren für mich das Format politische Radreisen. Als begeisterter Radler, Geograph und an politisch-historischen Fragen interessierter Mensch biete ich seit einigen Jahren Politisches Radreisen im In- und Ausland an.

Presse

Auf den Spuren der Demokratie, mdmagazin 3/12 (Mitgliedermagazin Mehr Demokratie e.V.)
Homeland of German democracy
Polithistorische Radtour: Freiheitstrunken bei gutem Wein

www.politische-radreisen.de

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Gut zu wissen

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Wichtige Angaben

Die Informationen zu diesem Inserat stammen vom Veranstalter. Bei Fragen oder zur Buchung kontaktieren Sie ihn bitte direkt.


940 € Kursgebühr
TERMIN
So. 23.07. – Fr. 28.07.2023
Unverbindlich anfragen
Nicht länger verfügbar