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Albanien zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Das Land wurde zwischen 1944 und 1985 von dem stalinistischen Diktator Enver Hoxha regiert. Enver Hoxha hatte sich im Widerstand sowohl gegen die italienische (ab 1939) als auch gegen die deutsche Besatzung (ab 1943) engagiert und ab 1941 den Aufbau der Kommunistischen Partei Albaniens mit vorangetrieben, deren Vorsitz er 1943 übernahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg rief Hoxha am 11. Januar 1946 die Volksrepublik Albanien aus. In den 1940er Jahren noch mit Jugoslawiens Staatspräsidenten Josip Broz Tito eng verbunden, schwenkte Hoxha ab 1948 auf den sowjetischen Kurs ein, bevor er sich beim kommunistischen Zwist zwischen der UdSSR und der Volksrepublik China ab 1961 auf die chinesische Seite schlug. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte die nahezu vollständige Isolation des Landes und damit seiner rund drei Millionen Einwohner innerhalb Europas. Um sich an der Macht zu halten, besetzte Enver Hoxha wichtige politische und wirtschaftliche Positionen in Albanien mit Familienangehörigen und engen Vertrauten, während er politische Gegner systematisch verfolgen und inhaftieren ließ. Hoxha erklärte Albanien 1967 zum ersten atheistischen Staat der Welt und ließ daraufhin Moscheen und Kirchen im gesamten Land zerstören oder zweckentfremdet nutzen. 1985 starb Enver Hoxha, das kommunistische Regime wurde 1990 gestürzt. Seitdem erfolgt ein langsamer Wiederaufbau des Landes, das sich längst Richtung Europäische Union geöffnet hat.
Quer durch das Land erinnern heute zahlreiche Erinnerungsorte und teilweise vergessene Liegenschaften an die einstige Diktatur. Auf dieser Bildungsreise gehen wir an auf Spurensuche der Geschichte und beleuchten an allen Tagen die unterschiedlichen Aspekte der jüngeren Geschichte des Landes. Damit soll ein besseres Geschichtsverständnis für ein bisher recht unbekanntes Land in Südeuropa geschaffen werden.
Berlin, Brandenburg
Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen
Martin Kaule, 1979 in Berlin geboren und aufgewachsen, verbindet technisches Wissen mit historischer Neugier und fotografischem Blick. Der Informatik-Betriebswirt entdeckte früh seine Leidenschaft für die Dokumentation vergessener und oft unzugänglicher Orte der Zeitgeschichte.
Seit 2005 organisiert er als Reiseveranstalter außergewöhnliche Touren, die weit über das klassische Sightseeing hinausgehen. Seine Exkursionen, Bildungs- und Forschungsreisen führen zu authentischen Schauplätzen europäischer Geschichte – zu verlassenen Militäranlagen, Relikten des Kalten Krieges, Industriebrachen oder Orten, die sonst kaum öffentlich zugänglich sind. Hier erleben Teilnehmende Geschichte unmittelbar: dort, wo sie einst geschah.
Als Buchautor kann Martin Kaule auf eine umfangreiche Veröffentlichungsreihe verweisen – von historischen Reiseführern bis zu großformatigen Bildbänden, die seine Reisen und fotografischen Expeditionen begleiten.
Bereits 2008 entstanden erste eigene Buchprojekte. Vier Jahre später gründete er den Verein »Orte der Geschichte«, aus dem nahezu 30 Bände in der gleichnamigen Reihe hervorgingen. 2015 folgte die ebenfalls erfolgreiche Publikationsreihe »Geschichts- und Erinnerungsorte«.
Weitere Informationen zu Martin Kaule, seinen Reisen und Publikationen finden sich auf www.martin-kaule-reisen.de.
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