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Fuerteventura quo vadis?
Fuerteventura ist eine flache, Halbwüsten-ähnliche Insel, die schon immer Probleme mit ihrer Wasserversorgung hatte. Lange war sie deshalb das Armenhaus des kanarischen Archipels, und noch in den 1980er Jahren musste sie jährlich in Notzeiten per Tankschiff mit Trinkwasser versorgt werden. Fast ein Drittel der Inselbevölkerung war bis zum Ende des letzten Jahrhunderts zur Auswanderung gezwungen.
Erst spät entdeckte der Tourismus die weitläufigen Sandstrände im Süden der Insel (Vorreiter war dabei der 1970 von Deutschen gegründete "Robinson Club".). Und der Tourismus, seit etwa 1990 Haupteinnahmequelle der Insel, veränderte massiv die bäuerlich geprägte Insel, deren bekanntestes Produkt, neben Aloe Vera und Tomaten, ihre hervorragenden Ziegenkäse sind.
"Moderne" Zeiten brachen endgültig an, als 1995 die Wasserversorgung für Landwirtschaft, Viehzucht, Industrie und alle Haushalte vollständig auf Meerwasserentsalzungsanlagen umgestellt wurde. Die Insel verfügt heute sogar über Anlagen, die das Doppelte des Bedarfs liefern können, so dass keine Grundwasserentnahmen mehr getätigt werden müssen. Dies bescherte Fuerteventura einen Bauboom, der bis zur spanischen Wirtschaftskrise 2008 andauerte. Spuren davon (unfertige Investitionsruinen) sind noch heute allenthalben vorhanden.
Jedoch hat die Inselverwaltung - weitgehend unbemerkt von außen - den Wirtschaftsaufschwung für eine umfassende ökologische Neuorientierung genutzt: Waldflächen wurden neu begründet, ehemalige Feuchtbiotope wieder hergerichtet, wertvolle Gebiete (wie die Dünen von Corralejo, das Gebirge von Betancuria und das Feuchtgebiet Saladar de Jandía) geschützt, und am Strand von Cofete wurde ein ambitioniertes Programm zur Wiedereinführung der Karettschildkröte gestartet.
2009 wurde die gesamte Insel zum Biosphärenreservat erklärt. Damit bestätigte die UNESCO, dass eine „nachhaltige Entwicklung“ angestrebt wird.
Das Programm
Das Seminar geht der Frage nach, ob Fuerteventura eine Modellregion für (wirtschaftliche und ökologische) Nachhaltigkeit für andere Regionen in Europa sein kann und wie (wirtschaftliche und ökologische) Nachhaltigkeit gestaltet werden kann. Ist das Label „Biosphärenreservat“ nur eine touristische Werbestrategie oder werden – mit der nötigen wirtschaftlichen Kraft ? auf der Insel ernst zu nehmende Anstrengungen zum Erhalt von Landschaft und Natur umgesetzt? Das Programm findet in der Tagungsstätte und während der Exkursionen statt.
Seminarinhalte sind u. a.:
Probleme, Besucherlenkung)
Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, Meeresschutz)
Das Lohmarer Institut für Weiterbildung e.V. ist ein gemeinnütziges Bildungswerk in freier Trägerschaft und seit 1982 vom Land NRW anerkannt. Ziele unserer Arbeit sind,
Es ist uns ein Anliegen, eine neue Lernkultur zu pflegen: Wir legen Wert auf ein aktives, kreatives und selbstbestimmtes Lernen in einer lebendigen, wertschätzenden und persönlichen Atmosphäre. Die Vermittlung der Seminarinhalte ist lebendig und orientiert sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden.
Sie trägt unserer Überzeugung Rechnung, dass der Lernprozess in erster Linie von den Lernenden selbst gestaltet wird. Unseren Kunden gegenüber sind uns Verlässlichkeit und Freundlichkeit sowie eine kompetente, persönliche und individuelle Beratung wichtig.
Inhalte
Vier Schwerpunkte zeichnen unser Angebot aus:
Viele der Seminare sind als Bildungsurlaub anerkannt.
Bildungsurlaub
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